WiMo Antennen und Elektronik GmbH
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Abgleich
Die Resonanzfrequenz Ihrer Kelemen-Antenne wurde von uns während der Produktion an den
jeweiligen Bandanfang abgeglichen. Da jede Antenne anders auf die Umgebung reagiert, ist es
durchaus möglich, daß Sie die Antenne an Ihre eigenen Umgebungsbedingungen anpassen
müssen.
Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:
• Um die Resonanzfrequenz aller Bänder nach oben zu verschieben, vergrößern Sie am Balun
beidseitig die Schlaufen für die Zugentlastung. Einige wenige Zentimeter können durchaus
schon ausreichen, ein Kürzen der Litze ist nur in seltenen Fällen erforderlich.
Um die Resonanzfrequenz nach unten zu verschieben, verkleinern Sie diese Schlaufen. Dies
wirkt sich ebenfalls auf alle Bänder aus.
• Um die Resonanzfrequenz des untersten Bandes zu erhöhen, schlagen Sie am Isolierei mehr
Litze nach innen um und fixieren Sie diese mit Kabelbinder, ein Kürzen der Litze ist nur in
seltenen Fällen erforderlich. Um die Resonanzfrequenz des untersten Bandes zu senken
gehen Sie umgekehrt vor, wir haben genug Überstand belassen.
• Sie können auch durch eine Formveränderung des Traps die Resonanzfrequenz für einzelne
Bänder verändern. Dies ist besonders bei Multibandantennen mit 3 oder mehr Bändern
interessant.
Wenn Sie den Trap etwas zusammendrücken (leicht oval), erhöht sich die Resonanzfrequenz
des entsprechenden Bandes und abgeschwächt auch der nachfolgenden, niedrigeren Bänder.
Bei Mehrbandantennen gilt, je weiter weg das niedrigere Band, umso kleiner ist die
Beeinflussung.
Durch geschickte Kombination aller 3 Abgleichmöglichkeiten können Sie die einzelnen Bänder der
Antenne auf Wunschfrequenz und die Umgebungsbedingungen einstellen.
Bitte beachten Sie, daß die Antenne (wie alle Drahtantennen) wetterbedingten Schwankungen
unterliegt. Im Winter wird die Antenne tendenziell etwas tiefer liegen als im Sommer. Während
eines Regens wird sich die Antenne einige kHz nach unten verschieben. Vereisungen am Kabel
und an den Traps können ebenfalls Abweichungen verursachen.
Betrieb
Wie bereits erwähnt haben die Sperrkreise der Kelemen-Antennen eine hohe Güte und sind
dadurch sehr verlustarm. Dieser Vorteil wird mit etwas geringerer Bandbreite als bei
konventionellen Traps erkauft, so daß beim Betrieb fernab von der Resonanzfrequenz ein
Antennentuner zur Anpassung verwendet werden muß.
Dann können allerdings in den traps unter Umständen sehr hohe Spannungen entstehen, die im
Extremfall zu Überschlägen in den Vergußteilen führen könnten.
Deswegen sollen speziell die 2KW-Antennen bei Tunerbetrieb nicht mehr mit der vollen
spezifizierten Leistung betrieben werden. Die 400W-Antennen können auch bei Verwendung eines
Tunern problemlos mit den üblichen 100W-Transceivern betrieben werden.
Idee eines Kunden: Zugentlastung bei Verwendung eines dünnen
Anschlußkabels
Kabel um eine Kausche Nr 23020.06 führen und mit einem Schäkel
oder anderweitig oben am Balun der Antenne einhängen. Durch die
Kausche wird das Kabel nicht zerdrückt und ist jetzt zugentlastet. Die
Nachteile sind abzuwägen: jetzt könnte die Konstruktion im Wind
klappernd ans Balungehäuse schlagen.
Wir glauben daß das Problem nur bei Verwendung von gecrimpten
Steckern wie auf dem Foto auftritt, weil gelötete Stecker ausreichend
fest sind. Wir geben die Idee aber gern weiter.