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Indirektes Blitzen mit Reexscheibe
Wenn Sie indirekt blitzen möchten, Ihnen aber keine geeignete Reexionsäche (weiße Decke/weiße Wand)
zur Verfügung steht, können Sie die eingebaute Reexscheibe verwenden. Ein Vorteil gegenüber “normalem”
indirekten Blitzen: Die Distanz Blitz ---> reektierende Fläche ---> Motiv ist kürzer. Über dem Blitzreektor
im Blitzkopf bendet sich die Reexscheibe über der Diuserscheibe. Ziehen Sie diese bis zum Anschlag
heraus, wenn Sie mit der Reexscheibe blitzen möchten.
Diuserscheibe
Besonders für Portraits ist eine weichere Ausleuchtung von Vorteil. Diese wird - alternativ zum indirekten
Blitzen - auch durch die im Blitzreektor integrierte Diuserscheibe erreicht. Die Diuserscheibe bendet
sich über dem Blitzreektor im Blitzkopf unter der Reexscheibe. Ziehen Sie diese bitte bis zum Anschlag
heraus, bis Sie vor den Reektor herunterklappt. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich beim Blitzen mit
Diuser die Blitzreichweite reduziert. Im TTL-Blitzmodus übernehmen Blitzgerät und Kamera automatisch die
entsprechende Dosierung der Blitzleistung.
Rotaugen-Eekt
Die auf manchen Bildern zu sehenden roten Augen werden durch Blitzlicht verursacht, welches von der
durchbluteten Netzhaut im Auge reektiert wird. Der Eekt tritt besonders auf, wenn sich der Blitz nahe der
Objektivachse bendet. Begünstigt wird der Rotaugen-Eekt noch von schwachem Umgebungslicht, da sich
dann die Pupillen weiten. Eine sichere Vermeidung stellt das indirekte Blitzen dar, aber auch bei direktem
Blitzen kommt die Bauweise des DÖRR DAF-42 der Verringerung des Rotaugen-Eekts entgegen, da sich
der Blitzreektor möglichst weit weg von der optischen Achse der Kamera bendet. Denn je größer der
Blitzeinfallwinkel ist, desto weniger tritt der Rotaugen-Eekt auf.
Blitzsynchronzeit
Digitalkameras: Sie können mit jeder Belichtungszeit blitzen. Es gibt keine Ein- schränkungen. Analoge
Kameras: Als Blitzsynchronzeit werden die Belichtungszeiten bezeichnet, mit denen Aufnahmen mit Blitz
überhaupt möglich sind. Problematisch sind dabei nur die kürzeren Belichtungszeiten. Deshalb besitzt
jede Kamera eine kürzeste Blitzsynchronzeit, die je nach Kameramodell unterschiedlich ist und aus der
Bedienungsanleitung Ihrer Kamera entnommen werden kann. Die kürzeste Blitzsynchronzeit darf auf keinen
Fall unterschritten werden, da es sonst zu fehlerhaften Belichtungen kommt. Bei der Verwendung des DÖRR
DAF-42 wird in der Betriebsart TTL automatisch die richtige Blitzsynchronzeit eingestellt.
Blitzsynchronisation auf den 2. Verschlussvorhang (nur Modell Pentax/Samsung)
Schieben Sie den Schalter für Blitzen auf den 1./2. Verschlussvorhang auf die mittlere Stellung, wenn Sie
auf dem 2. Verschlussvorhang blitzen möchten. Bei dieser Funktion wird der Blitz nicht wie üblich beim
Önen des ersten Verschlussvorhangs, sondern erst kurz vor Ablauf des 2. Verschlussvorhangs gezündet.
Auswirkungen auf das Bildergebnis hat diese Funktion aber lediglich bei bewegten Motiven, die mit
Belichtungszeiten > 1/30 s aufgenommen werden:
• Bei bewegten Objekten, die bei Langzeitbelichtungen geblitzt werden, erscheint ein vom Umgebungslicht
verursachter Bewegungs-Lichtschweif vor dem bewegten Objekt, dann erst zündet der Blitz und dann wird
die Bewegung aufgenommen. Bei der Blitzsynchronisation auf den 2. Verschlussvorhang ist es umgekehrt.
Erst wird die Bewegung aufgenommen. Kurz vor Ablauf des 2. Verschlussvorhangs zündet der Blitz.
Auf der Aufnahme erscheint nun der Bewegungs-Lichtschweif nach dem bewegten Objekt. Das Bild
vermittelt nun den Eindruck von Dynamik und Geschwindigkeit.
• Verwenden Sie die manuelle Belichtung an Ihrer Kamera und stellen Sie Verschlusszeit und Blende
manuell ein. Eine präzise Anpassung an die Aufnahmesituation ist so besser gewährleistet.