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Ed. 1 - 03/2019Ed. 1 - 03/2019
DEUTSCH
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Kontrollen und Inspektionen
3.h - Bremskontrolle
Gefahr von schweren Stürzen.
Nicht funktionierende Bremsen
verursachen immer gefährliche
Fahrsituationen, Stürze und Un-
fälle. Eine Störung der Bremsen
kann Lebensgefahr bedeuten.
-
Kontrollieren Sie Ihr Bremssystem besonders aufmerk-
sam. Wenn man Mängel feststellt oder Zweifel aufkom-
men, das Fahrrad stehen lassen und sich an den Händler
oder einen qualizierten Techniker wenden.
- Stehend beide Bremshebel bis zum Anschlag
ziehen. Der Mindestabstand zwischen dem
Bremshebel und dem Lenkstangengri muss
mindestens 10 mm betragen (Abb. “22“).
Versuchen, das Fahrrad vor- und zurückzube-
wegen; beide Räder müssen blockiert bleiben
(Abb. “23“).
-
Mit den Händen kräftig an der Bremszange in alle
Richtungen abwechselnd ziehen. Die Bremszan-
ge darf sich nicht bewegen. Schmutzige
Bremsscheiben müssen sofort gereinigt werden.
Das Vorhandensein von Öl und/
oder Fett auf den Bremsschei-
ben kann die Bremswirkung
verringern und gefährliche Fahr-
situationen, Stürze und Unfälle
verursachen.
-
Stehend mehrmals den Bremshebel betätigen
und angezogen halten. Der Kompressionspunkt
darf sich nicht ändern.
-
Die Bremsanlage per Sichtkontrolle prüfen, zunächst
die Hebel und danach die Kabel und die Bremsen. Es
darf keine Hydrauliküssigkeit austreten.
- Kontrollieren, ob die Bremsscheibe nicht beschä-
digt ist. Sie darf keine Kerben, Brüche, tiefe Krat-
zer und andere mechanische Schäden aufweisen.
- Zuerst das Vorderrad, dann das Hinterrad anhe-
ben und mit der Hand drehen. Die Bremsscheibe
muss sauber drehen.
3.i - Kontrolle der Kette und der
Befestigung der Tretkurbeln
- Die Kontrolle zu zweit ausführen; eine Person
muss das Hinterrad anheben, sodass es den
Boden nicht mehr berührt, und die andere
Person muss die rechte Tretkurbel im Uhrzei-
gersinn drehen. Von oben die Ausrichtung des
Kettenrads und des Ritzelpakets beobachten.
Es darf keine noch so kleine Exzentrizität
des Kettenrades und der Ritzel vorliegen.
- Sich vergewissern, dass sich keine Fremdkör-
per dort benden, ggf. entfernen.
- Kontrollieren, ob die Kette nicht beschädigt ist.
Die Kette darf an keiner Stelle Schäden aufwei-
sen, verursacht zum Beispiel durch gekrümmte
Kettenplättchen, einzunietende Zapfen, die aus-
treten, usw. oder feste, blockierte Kettenglieder.
- Die Befestigung des Kettenrades an der rechten
Tretkurbel prüfen, es darf kein Spiel vorhanden sein
.
3.l - Kontrolle des Elektromotors
Ein beschädigter Elektroantrieb
kann zu einem Kurzschluss füh-
ren und stellt ein Brandrisiko
dar.
- Durch Sichtkontrolle prüfen, ob alle Elektroka-
bel unversehrt und korrekt installiert sind.
- Das elektrische Steuergerät erst einschalten,
nachdem alle anderen Kontrollen beendet
wurden.
- Auf die am Display erscheinenden Fehlermel-
dungen achten.
3.m -
Kontrolle der Lichter (falls vorhanden)
Dieser Absatz gilt nur, wenn das Fahrrad mit
der Ausrüstung für den Verkehr auf öentli-
chen Straßen (Ausführung „Living“) versehen
oder diese zu einem späteren Zeitpunkt hin-
zugefügt wurde.
Sturz- und Unfallgefahr bei Dunkel-
heit und/oder schlechter Sicht. Das
Risiko ist hoch, Hindernisse nicht zu
erkennen und nicht von anderen Ver-
kehrsteilnehmern gesehen zu werden.
- Die Unversehrtheit der Befestigung des
vorderen Scheinwerfers (37) und des Rücklichts
(38) überprüfen (Abb. „24“ und „25“).
- Kontrollieren, dass die Lichter ordnungsgemäß
leuchten.
- Nur für die Ausführung „Living“
Für das Ein- bzw. Ausschalten des Scheinwerfers
und des Rücklichts wird auf den Abschnitt „06“
verwiesen.
Die Betätigungstaste ist je nach dem auf
dem Fahrrad installierten Instrument
unterschiedlich.