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LGB 2045 - Oberleitung und Mehrzugbetrieb; Einzug-Betrieb; 2-Zugbetrieb mit Ober- und Unterleitung; Betrieb und Steuerungstipps

LGB 2045
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Oberleitung und Mehrzugbetrieb
Betriebsmöglichkeit r 2 Züge auf 1 Gleis
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Haftreifenseite
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Masseschiene
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Einzug-Betrieb
Elloks fahren auch ohne Oberleitung - wie
"normale" Diesel-oderDampflokomotiven -
mit Rad-Stromabnehmern über die zweiFahr-
schienen.
Bild 1Damit eine Ellok amFahrdraht mit
ausgefahrenem Stromabnehmerbügel fahren
kann, sind 3 Punktezu beachten:
1. Fahrdrahtanschluß über einenAnschlmast
6001 (oderFahrdrahtausleger 6101) mit rotem
Kabel an die Plusklemme 1 des Transforma-
tors.
Gleisanschluß an die Minusschiene mit blauem
Kabel an die Minusklemme2des Trafos.
2. Umschaltendes Betriebsartenschalters auf
Mast-Symbol, Stromabnehmerbügel ausfahren!
3. Richtiges AufsetzenderLok auf dasGleis,
d.h., die Ellok wird mit derRäderseite ohne
Haftreifen auf diestromführende Masseschiene
gesetzt.
Bei Loksohneoder mit zweiHaftreifen (2030,
2033, 2045, 2046) ist diese Seite mit einem
"Rotpunkt" gekennzeichnet.
Für LGB-Techniker:
Wo ist plus?: In Fahrtrichtung gesehen ist der
Pluspol (+) immer in der linkenFahrschiene.
In unseren Schaltplänenist die Kabelfarbe rot
für Plus gezeichnet,d.h.,alle Triebfahrzeuge
fahrenin gezeichneter Richtung nachrechts,
Traforeglerknopf istnach rechts aufgedreht!
Plus liegt in dieserStellungander
Trafoklemme 1.
2-Zugbetrieb mit Ober- und Unterleitung
Interessant wird der Oberleitungsbetrieb erst
durch den Einsatz einer zweiten Lokomotive auf
demselben Gleis(Mehrzugbetrieb). Hierzu ist
ein zweiterTransformator oder Fahrregler erfor-
derlich.
Bild 4Der Gleisanschluß erfolgt in bekannter
Weise.Zubeachtenistlediglich, daßjetzt die
eine Fahrschiene zweimal mitStrom vonder
Minusklemme (2) versorgt wird. Darum nennen
wir diesen Schienenstrangauch "Masseschie-
ne".
Die"echte" Oberleitungslok muß auch hier
wieder so auf das Gleis gesetzt werden, daß die
Haftreifenseite derLok nicht auf derMasse-
schienesteht. Sollen zwei Elloksauf ein und
demselben Gleis fahren, wird nur bei einer Ellok
derBetriebsartenschalter umgeschaltet, die
andere fährt man auf "Gleisbetrieb"; dabei
spielt dieAufstellung auf das Gleis keine Rolle.
Jetzt fahrenzweiLoks unabhängig voneinander
auf ein und demselben Gleis. Sie fahren und
rangieren mit unterschiedlichen Geschwindig-
keiten und Fahrtrichtungen.
Kupplungsseite der Ellok
Wer diese (leider notwendige) Theorie in die
Praxis umgesetzt hat, wird vielleicht über die
Kupplungsseite der Ellok stolpern. Es sei denn,
unser LGB-Freund hat seinen Fahrzeugpark
schon mit denneuen symmetrischen Kupplun-
gen (Ersatzteil Nummer 2040/2) umgerüstet.
Das vorgeschriebene Aufsetzen einer Ellok auf
das Gleis hat ja zur Folge, daß dadurch die
Kupplungsseite - damit auch die Zugfahrtrich-
tung ~ festliegt. In unseren Anschlußbeispielen
ist die Lokkupplung immer rechts.
Nun darf man aber nicht dem Fehler verfallen,
ein Umdrehen der Ellok würde diese "Zugfahrt-
richtung" nach der anderen Seite ermöglichen.
In diesem Falle würde dieEllok über den
Scherenstromabnehmer keinen Strom bekom-
men. Aerdem würde die Diesellok vom
Oberleitungstrafo her ungewollt mit beeinflußt
und ein unkontrolliertes Fahrverhalten zeigen.
Bild 2 Wer also die "Hauptzugfahrtrichtung"
nach der anderen Seite festlegen will, fährt mit
der Lokkupplung voraus! Dies ist durchaus
nichts Ungewöhnliches, da ja beim normalen
Rangieren und Umsetzen von Loks, z. B. in
einem Endbahnhof, derartige Zug-Wagenkom-
binationendurchaus üblich sind.
Diesel- und Dampfloks können nach Belieben
aus das Gleis gestellt werden.
2
Oberleitungs-Stromkreis 3
Tips und Tricks - Kabelbcke
Zur Vereinfachung kann der doppelte Anschluß
der Masseschiene auch durch eine kurze
Kabelbrücke als Stromrückleiter zwischen den
beiden Trafoklemmen hergestellt werden.
Stromkreistrennung
Bild 3 Hier ein Anschlußbeispiel für eine
gemeinsame Oberleitung über 2 verschiedenen
Fahrkreisen.
Die Trennung der Stromkreise erfolgt nur
einseitig in der Plusschiene mit Hilfe von
Isolierschienenverbindern 5026 oder Unterbre-
chergleisen 1015U. Die Masseschiene und der
Fahrleitungsdraht werden nicht unterbrochen!
Die blauen Minusklemmen aller Fahrtrafos
werden miteinander durch Kabelbrücken
gekoppelt und gemeinsam an die Masseschiene
angeschlossen.
Bei Fahrt von Stromkreis 1 in 2 muß auf gleiche
Stellung der Trafo-Reglerknöpfe geachtet wer-
den!
4
Tips und Tricks - Schaltstrecke und Steuer-
schiene
Wir unterscheiden bei Oberleitungsbetrieb Haf-
treifenschiene und Masseschiene. Bei Abstell-
gleisen, Schaltstrecken und Unterbrechergleisen
und bei Signalen mit Zugbeeinflussung wird im-
mer nur die Masseschiene durch Unterbrecher-
gleise 101 5 U oder Isolierschienenverbinder
5026 unterbrochen. Daher kann die Masseschie-
neauch alsSteuerschiene bezeichnet werden.
Bild 5 Mit einer Gleisabschaltung in der Steuer-
schiene, z.B. Signal mit Zugbeeinflussung, kann
auch eineoberleitungsbetriebene Ellok gesteuert
werden. Der Fahrdraht der Oberleitung benötigt
daher keine extra Trennung.
Wersich an diese Regel lt, kann auch eine
spätere Umrüstung auf Oberleitungsbetrieb pro-
blemlos und ohne Änderungen durchführen.
Stromkreistrennung r Vierzug-Betrieb
Bild 6 Zur Trennung der Stromkreise wird das
Gleis beidseitg mit Hilfe der Isolierschienenver-
binder 5026 oder mit einem Trenngleis 1015 T
getrennt. Der Fahrleitungsdraht dagegen ist
durchgehend.
Dieses Schaltungschema kann auf weitere
Stromkreise ausgedehnt werden. Dieroten
Klemmen aller Oberleitungs-Fahrtrafos werden
stets miteinander verkoppelt und gemeinsam an
den nicht unterbrochenen Fahrleitungsdraht an-
geschlossen.
Da die Oberleitungelektrisch eine geschlossene
Einheit darstellt, können sich dieGleise ver-
schiedener Stromkreise bei Verwendung der
Kreuzungen 1300 oder 1320 problemlos
kreuzen. Die sich ebenfalls kreuzenden Fahrlei-
tungsdrähte verlangen keine Isolation oder Tren-
nung.
3

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