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Vorbildinformation:
Anfang der 60er-Jahre gab es bei den US-ameri-
kanischen Eisenbahngesellschaften D&RGW und
SP Bedarf nach leistungsfähigen Lokomotiven
für den Güterzugverkehr, unter anderem auf
Gebirgsstrecken in den Rocky Mountains und
der Sierra Nevada. Nachdem der amerikanische
Hersteller EMD der Forderung nicht nachkam,
richtete sich der Blick nach Deutschland. Dort
baute Krauss-Maffei gerade erfolgreich die
dieselhydraulischen Lokomotiven ML4000. Die
hydraulische Kraftübertragung gewährleistete
nicht nur die erforderliche Leistung, sondern er-
möglichte eine bessere Traktion bei geringerem
Leistungsgewicht. Mit einer Nennleistung von
4000 PS waren die Maschinen vom Typ ML 4000
C’C’ die stärksten Einrahmen-Diesellokomotiven
ihrer Zeit. Die D&RGW sowie die SP orderten
zunächst jeweils drei Maschinen, welche 1961 in
die USA ausgeführt wurden. Die Beanspruchung
bei der D&RGW lag deutlich über der geplan-
ten Leistungsgrenze, weswegen die Maschinen
bereits Anfang 1964 an die SP verkauft wurden.
Für die Anforderungen der SP waren die Loks
gut geeignet, sodass diese 1963 zusätzlich 15
Maschinen der zweiten Serie bestellte. Bei der
SP blieben die Diesellokomotiven bis 1968 im
Einsatz.
The prototype:
In the early 1960s, American railroad companies
D&RGW and SP were looking for more
powerful diesel locomotives to haul heavy
freight trains on their lines traversing the
Rocky Mountains and the Sierra Nevada.
Current units from EMD did not meet what SP
and Rio Grande were looking for, so both
railroads approached Germany’s Krauss-Maffei
about building high-horsepower diesel-hydrau-
lic locomotives. Krauss-Maffei answered
the call with their ML4000 diesel-hydraulic
locomotives. Hydraulic power transmission,
which was not common in the US, not only
provided the required power but enabled
better traction and a higher power-to-weight
ratio. With a rated output of 4000 hp, the
six-axle ML 4000s were the most powerful
single-frame diesel locomotives of their time.
The D&RGW and the SP initially ordered three
engines apiece, which were exported to
the USA in 1961. While still making frequent
modifications to these initial „Prototype“ units,
SP placed an order with KM in 1963 for 15
mechanically similar but very different looking
„Series“ units. The Rio Grande units were sold
to the SP in 1964. Southern Pacific’s Krauss-
Maffei units remained in service until 1968.