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eigentliche Flugspass beginnt nun.
Bitte beachten: Obwohl Ihre BETA 1400 kein kleines Model list, sollten Sie
sie nicht zu weit wegiegen lassen – insbesondere nicht mit Rückenwind. Sie
können Ihr Modell nur solange steuern, solange Sie es in der Luft auch sehen
können. Die Reichweite Ihrer Fernsteuerung ist viel weiter als Sie das Modell
sehen können!Wie ist das Modell zu steuern?
Im Gegensatz zu Autos und Booten iegt ein Flugzeug in dreidimensionalem
Raum, das das steuern schwieriger macht. Das Drehen des Steuerrades nach
links oder rechts veranlasst das Auto oder das Boot nach links oder rechts
zu fahren. Mehr gas beschleunigt das Gefährt – und das ist es schon. Das
Bewegen der Steuerknüppel nach links oder rechts hat mehr Eekt als nur
das Drehen des Modells. Die Quer- und Seitenruder Steuerung wird später
erklärt.
Berücksichtigen Sie: Die Steuerung ist proportional – je mehr Sie den Knüp-
pel bewegen, desto mehr Ruderausschlag ergibt es. Die eektiv benötigte
Ruderbewegung ist meist ganz klein und niemals von einem Vollausschlag
zum Anderen!
Das Höhenruder steuert das Modell um die Querachse. Das Höhenruder
nach oben bewegen bewirkt ein Anheben der Modellnase (und das Modell
steigt, wenn es genügend Antriebsleistung hat). Das Höhenruder nah unten
bewegen bewirkt ein Sinken des Modells. Bitte berücksichtigen Sie, dass Ihr
Modell nur steigen kann solange es genügend Antriebsleistung hat. Falls
der Steigwinkel zu groß, oder die Antriebsleistung zu schwach ist, wird Ihr
Modell an Fluggeschwindigkeit bis zur Minimum Geschwindigkeit verlieren.
Unterhalb der Minimum Geschwindigkeit (wenn die Luftströmung an der
Oberseite des Flächenprols abreißt) wird Ihr Modell sich so anfühlen, als
ob es nicht normal auf die Steuerung reagiert und dann herunterfallen –
drücken Sie dann das Höhenruder, um wieder Fahrt aufzunehmen um volle
Ruderkontrolle zu haben.
Die Querruder steuern den Querneigungswinkel. Wenn Sie den Querruder
Knüppel sanft nach links bewegen wird sich das Modell nach links neigen
solange Sie den Knüppel links halten. Wenn Sie den Querruder Knüppel in
die Mitte zurück bewegen wird das Modell die Querneigung beibehalten.
Wenn Sie zum Geradeausug zurückkehren wollen müssen Sie den Querru-
der Knüppel in die entgegen gesetzte Richtung bewegen. Jede Kurve erfor-
dert eine entsprechende Querneigung – BETA 1400 iegt große und sichere,
ache Kurven mit relativ geringer Querneigung. Fliegen Sie während der ers-
ten Flüge nie mit größerer Querneigung als 45°. Bei Richtungsänderungen
werden normalerweise Kurven mit weniger als 30° Querneigung geogen.
Das Seitenruder eines Modells ohne Querruder steuert die Querneigung,
das dann die Drehgeschwindigkeit steuert. Die normale Flugstabilität des
Modells hält die Flächenebene in Normaluglage. Da Ihre BETA 1400 voll
steuerbar ist inklusive Querruder, das die Hauptbedeutung hat bei der Steu-
erung der Querlage, ist das Seitenruder anders zu verwenden. Sie können
sogar das Modell ohne das Seitenruder einzusetzen steuern, aber Sie wer-
den später lernen, dass der richtige Kurvenug den Einsatz von Querruder
und Seitenruder erfordert.
Wie das Seitenruder wirkt: Bewegen Sie das Ruder ein wenig nach links und
Ihr Modell wird mit leichter Querneigung in die Kurve gehen. Steigern Sie
den Ruderausschlag etwas und das Modell weiterhin nach links kurven, aber
es wird auch beginnen zu sinken (dies ist der richtige Zeitpunkt den Knüppel
wieder in die Mittelstellung zu bewegen um die Sinkbewegung zu stoppen).
Warum sinkt Ihr Modell, obwohl Sie nur Seitenruder geben? Sobald das Sei-
tenruder seine vertikale Position verlässt wirkt es auch als Höhenruder und
steuert Ihr Modell nach unten. Um eine Kurve mit Querneigung zu iegen in
konstanter Flughöhe ist es erforderlich ein wenig Höhenruder zu geben um
den Eekt des Seitenruders auszugleichen. (Der Grund warum Ihr Modell im
Kurvenug mit Querneigung sinkt ist komplexer – Die Flächen geben weni-
ger Auftrieb, da die vertikale Projektion der Fläche, diejenige Fläche ist die
für den Auftrieb zählt und Sie die Trägheit des Modells überwinden müssen,
die das Modell im Geradeausug halten will.) Das Höhenruder wird im Quer-
neigungsug wie ein Seitenruder und hilft im Kurvenug zu bleiben!
Abgestimmter Kurvenug
In der Praxis wird das Querruder verwendet das Modell in die gewünschte
Querlage zu bringen, das Seitenruder um das Modell im Kurvenug zu hal-
ten und das Höhenruder um die Höhe zu halten und die Drehgeschwindig-
keit zu erhöhen.
Alternativ können Sie nur das Querruder nutzen um Ihr Modell in Schrägla-
ge zu bringen, dann verwenden Sie das Höhenruder um die Kurve zu steu-
ern und schließlich stellen Sie den Geradeausug wieder her indem Sie das
Querruder in die entgegen gesetzte Richtung bewegen. Aber es gibt nichts
besseres als wirklich abgestimmter Kurvenug.
Wir sind nun rund 3/4 der Kurve geogen und es wird Zeit daran zu denken
wieder geradeaus zu iegen in die beabsichtigt Richtung. Steuern Sie mit
dem Querruder gegen die Querlage bis die Normaluglage erreicht ist und
bewegen Sie das Seiten- und das Höhenruder in die Mittenposition. Falls
notwendig steuern Sie solange aus bis der Geradeausug erreicht wird.
Wenn Sie eine Blick auf unsere Zeichnung rechts werfen werden Sie feststel-
len, dass es eine Zeit in Anspruch nimmt bis das Modell beginnt zu kurven.
Und wenn Sie die Kurve ausleiten müssen Sie Quer- und Seitenruder in die
entgegen gesetzte Richtung geben bevor die Nase in die Richtung zeigt in
die Sie iegen wollen. Der Höhen- und Seitenruder Ausschlag ist mit ge-
punkteten Linien gekennzeichnet – dies, weil nicht exakt der Kurs vorher-
gesehen werden kann, den das Modell während der Kurve nimmt oder beim
Übergang zum Geradeausug.
Glückwunsch! Sie haben gelernt wie eine abgestimmte Kurve mit Quer- Sei-
ten und Höhenruder geogen wird. Berücksichtigen Sie, dass das Steuern
eines Modells mehr das Führen des Modells in die richtige Richtung ist als
präzises Steuern. Eine andere Schwierigkeit ist das Seitenruder steuern. Es
ist leicht und normal, wenn das Modell von ihnen weg iegt, aber wenn das
Modell auf Sie zukommt müssen die Steuerausschläge umgekehrt werde. Ein
kleiner Trick hilft wenn das Modell auf Sie zuiegt. Bewegen Sie den Knüppel
zu der Flächenseite, die Sie anheben wollen. Stellen Sie sich vor, dass Sie die
Fläche mit dem Knüppel anheben wollen – es funktioniert!
Endeinstellung
Nun ist Zeit für die Endeinstellung. Fliegen Sie Ihre BETA 1400 gerade gegen
den Wind, belassen Sie die Knüppel in der Mittenstellung. Falls das Modell in
eine Richtung ausbricht, so bewegen Sie die Rudertrimmung in die entgegen
gesetzte Richtung bis die BETA 1400 geradeaus iegt. Ohne Antriebsleistung
muss das Modell in einen sanften Gleitug gehen, nicht zu schnell, so dass
es nicht auf den Boden zustürzt. Und auch nicht zu langsam, so dass sich das
Modell nicht „weich“ anfühlt und kurz vor dem Strömungsabriss ist. Stellen Sie
die Höhenruder Trimmung so ein wie in Schritt 1 beschrieben.
Wenn Ihr Modell sich quer neigt, so stellen Sie die Querrudertrimmung et-
was in die entgegen gesetzte Richtung.
Motorgetriebener und motorloser Flug
Das Modell ist nun schon für den motorlosen Flug getrimmt. Wenn Sie den
Motor einschalten neigt das Modell dazu die Nase anzuheben insbesonde-
re bei Vollgas. Sie können diese Tendenz bei keinem Elektrosegler vollkom-
men austrimmen – seien Sie sich dieser Eigenschaft einfach bewusst. In der
Praxis haben Sie leichte Höhenruder Korrekturen vorzunehmen für einen
gleichmäßigen sanften Steigug. In manchen Fällen ergibt sich eine starke
Veränderung der Trimmung und die einzige Abhilfe ist die Schubrichtung
des Motors zu verändern. Um das Aufbäumen zu reduzieren muss die Schub-
richtung des Motors nach unten verändert werden indem sie Reste aus dem
Karton oder der Packung entsprechend am Motorträger unterlegen. Das
umgekehrte Problem tritt selten auf, aber es ist möglich, dass bei richtig
eingestellter Trimmung für den Gleitug viel Höhenruder gegeben werde
muss um zu steigen mit Motorantrieb. Abhilfe schat die Schubrichtung des
Motors nach oben zu verändern.
Landung
Wenn die zur Verfügung stehende Antriebsleistung nachlässt sorgen Sie
dafür, dass das Landefeld frei von Personen und anderen Behinderungen
ist. Positionieren Sie Ihr Modell in 10 bis 20 Metern Höhe im Gegenanug.
Machen Sie den Endanug gegen den Wind. Halten Sie die Tragächen im-
mer waagerecht während Ihr Modell schnell sinkt und setzen Sie schließlich
weich auf. Mit etwas mehr Praxis werden Sie mit Höhenruder Ihr Modell ab-
fangen lernen (verlangsamen des Modells) ab 1 Meter Höhe über Grund.
Glückwunsch!
Abgestimmter Kurvenug links (180°)
Geradeausug
Geradeausug
Wiederaufnahme
des Geradeausugs
Beibehaltung
konstanter
Querneigung,
Geschwindig-
keit und Höhe
Querneigung links
Steuerbewegungen
Querruder
Höhenru-
der
Seitenru-
der
Links
Rechts
Nach oben
Nach unten
Links
Rechts