DEUTSCH / GERMAN
mediven®
Gebrauchsanleitung
Liebe Anwenderin, lieber Anwender,
vielen Dank für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen! Wir
freuen uns, dass Sie sich für einen medizinischen Kom-
pressionsstrumpf aus dem Hause medi entschieden
haben. Um die Wirksamkeit Ihrer Kompressionsthera-
pie sicherstellen zu können, bitten wir Sie, sich einen
Augenblick Zeit zu nehmen und diese Gebrauchsan-
weisung sorgfältig durchzulesen. Bewahren Sie sie gut
auf, damit Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt wich-
tige Informationen nachschauen können. Sollten Sie
Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren behan-
delnden Arzt, das medizinische Fachpersonal Ihres
Vertrauens oder den medi Service (siehe Rückseite).
. Zweckbestimmung – wofür wird ein medizini-
scher Kompressionsstrumpf verwendet?
Rund- oder flachgestrickter medizinischer Kompressi
-
onsstrumpf zur Kompression der unteren Extremi-
täten, hauptsächlich bei der Behandlung von Erkran-
kungen des Venen- oder Lymphgefäßsystems.
. Leistungsmerkmale – wie wirkt ein medizinischer
Kompressionsstrumpf?
Ein medizinischer Kompressionsstrumpf übt mit einem
graduierten (von unten nach oben abnehmenden)
Druckverlauf Kompression auf die Extremitäten aus.
bei welchen Krankheitsbildern wird
ein medizinischer Kompressionsstrumpf eingesetzt?
Nach der Diagn
ose haben Sie eine
Kompressionsver-
sorgung von medi erhalten. Bitte folgen Sie der Anord-
nung Ihres Arztes beziehungsweise des medizinischen
Fachpersonals, um ein optimales Therapieergebnis zu
erzielen. Bitte beachten Sie, dass jeder Strumpf auf
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grund der Materialbeschaffenheit, Herstellungsart
und der erhältlichen Kompressionsklassen unter
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schiedliche Indikationen und Anwendungsgebiete hat.
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Chronische Venenkrankheiten
• Verbesserung venöser Symptome
• Verbesserung der Lebensqualität bei chronischen
Venenkrankheiten
• Prävention und Therapie venöser Ödeme
• Prävention und Therapie venöser Hautveränderungen
• Ekzem und Pigmentierung
• Dermatoliposklerose und Atrophie blanche
• Therapie des Ulcus cruris venosum
• Therapie des gemischten (arteriell und venös bed
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ingten) Ulcus cruris (unter Berücksichtigung der
Kontraindikationen: s. Punkt )
• Prävention des Ulcus cruris venosum-Rezidivs
• Schmerzreduktion beim Ulcus cruris venosum
• Varikose
• Initiale Phase nach Varikosetherapie
• Funktionelle venöse Insuffizienz (bei Adipositas,
Sitz-, Stehberufe)
• Venöse Malformationen
Thromboembolische Venenkrankheiten
• Oberflächliche Venenthrombose
• Tiefe Beinvenenthrombose
• Zustand nach Thrombose
• Postthrombotisches Syndrom
• Thromboseprophylaxe bei mobilen Patienten
Ödeme
• Lymphödeme
• Ödeme in der Schwangerschaft
• Posttraumatische Ödeme
• Postoperative Ödeme
• Postoperative Reperfusionsödeme
• Zyklisch idiopathische Ödeme
• Lipödeme
• Stauungszustände infolge von Immobilitäten
(arthrogenes Stauungssyndrom, Paresen und
Teilparesen der Extremität)
• Berufsbedingte Ödeme (Steh-, Sitzberufe)
• Medikamentös bedingte Ödeme, wenn keine
Umstellung möglich ist
• Adipositas mit funktioneller venöser Insuffizienz
• Entzündliche Dermatosen der Beine
• Übelkeit, Schwindel in der Schwangerschaft
• Stauungsbeschwerden in der Schwangerschaft
• Zustand nach Verbrennungen
• Narbenbehandlung
Aufgrund verschiedener Herstellungsarten von medi
-
zinischen Kompressionsstrümpfen und damit einher-
gehenden unterschiedlichen Wirkungsweisen emp-
fiehlt medi in der Regel rundgestrickte Kom pres-
sionsstrümpfe (Strümpfe ohne Naht) bei Erkran-
kungen der Venen und flachgestrickte Kompressions-
strümpfe (Strümpfe mit Naht) bei Erkrankungen des
Lymphgefäßsystems. Bei bestimmten Faktoren kann
jedoch nach Entscheidung des Arztes z.B. auch bei ei-
ner venösen Erkrankung eine Flachstrick-Versorgung
die geeignete Therapie sein (z.B. bei sehr großen Um-
fangsänderungen bzw. vertieften Gewebefalten).
So spielen insbesondere patientenindividuelle Faktoren
wie das Körpergewicht, Art und Schwere des Ödems
und die Beschaffenheit des Bindegewebes eine Rolle.
Daher unsere Empfehlung:
• Je höher das Körpergewicht,
• je stärker die Ödemneigung,
• je ausgeprägter der Schweregrad der Erkrankung,
• je weicher das Bindegewebe,
desto kräftiger sollte das Strumpfmaterial sein!
Ihr Arzt beziehungsweise das medizinische Fachperso-
nal Ihres Vertrauens werden Sie bei der korrekten Aus-
wahl Ihres medizinischen Kompressionsstrumpfes un-
terstützen und beraten. So ist sichergestellt, dass dieser
Ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wird – für mehr
Wohlbefinden und den bestmöglichen Therapieerfolg.
. Kontraindikationen – wann darf ich den medizini-
schen Kompressionsstrumpf nicht tragen?
In folgenden Fällen dürfen medizinische Kompressi
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onsstrümpfe nicht getragen werden:
• Fortgeschrittene periphere arterielle Verschluss-
krankheit (wenn einer dieser Parameter zutrifft ABPI