Betriebsanleitung – Kettensäge mit Verbrennungsmotor Deutsch
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Verletzungsgefahr!
Beim Arbeiten mit dem Gerät kann
es zu gefährlichen Rückschlägen
kommen!
Schwerste Verletzungen bis hin
zum Tod können die Folge sein!
Vor Beginn der Arbeit mit dem
Gerät muss die Kettenbremse auf
einwandfreie Funktion überprüft
werden.
Bild 12
Vermeiden Sie unbedingt, dass der
im Bild gezeigte Bereich der
Sägeschiene Holz oder andere feste
Gegenstände berührt.
Um die Verletzungsgefahr im Falle
eines Rückschlags zu verringern, ist
das Gerät mit einer Kettenbremse
ausgerüstet, die durch den Stoß
automatisch ausgelöst wird und die
Kette sofort anhält.
Aus Sicherheitsgründen muss die
Funktionsfähigkeit der
Kettenbremse vor jeder Benutzung
des Gerätes überprüft werden.
Bei weniger starken Rückschlägen
kann es sein, dass die
Kettenbremse nicht automatisch
auslöst.
Aus diesem Grund ist es wichtig,
dass das Gerät fest mit beiden
Händen gehalten wird.
Nur eine umsichtige und korrekte
Arbeitsweise kann das Risiko eines
Rückschlags zuverlässig verringern!
Grundlegende
Arbeitstechnik
Verletzungsgefahr!
Dieser Abschnitt behandelt die
grundlegende Arbeitstechnik
im Umgang mit dem Gerät.
Die hier gegebenen Informationen
ersetzen nicht die langjährige Aus
-
bildung und Erfahrung eines Fach
-
manns.
Vermeiden Sie jede Arbeit, für die
Sie nicht ausreichend qualifiziert
sind! Ein unbedachter Umgang
mit dem Gerät kann schwerste Ver
-
letzungen bis hin zum Tod zur
Folge haben!
Gegen Ende eines Schnittes ist
erhöhte Vorsicht geboten, da beim
Durchschwenken der Kettensäge
erhöhte Verletzungsgefahr
besteht.
Vermindern Sie das Risiko des
Rückschlags, Springens und Rut
-
schens der Kettensäge durch:
– überlegtes, richtiges Arbeiten
– Motorsäge fest mit beiden
Händen und mit sicherem Griff
halten
– nur mit Vollgas sägen
– Schienenspitze beobachten
– nicht mit der Schienenspitze
sägen
– nie mehrere Äste auf einmal
sägen
– Sägekette nur mit äußerster
Vorsicht in einen begonnenen
Schnitt einbringen
– auf Lage des Stammes achten
und auf Kräfte, die den
Schnittspalt schließen und die
Sägekette einklemmen können
– nur mit richtig geschärfter und
gespannter Sägekette arbeiten
Sägetechnik
Ziehendes Sägen
Bild 13
Bei dieser Technik wird mit der
Unterseite der Sägeschiene von
oben nach unten gesägt.
Die Sägekette schiebt hierbei das
Gerät vorwärts vom Anwender weg.
Hierbei bildet die Vorderkante des
Gerätes eine Stütze, die die beim
Sägen entstehenden Kräfte am
Baumstamm abfängt.
Beim ziehenden Sägen hat der
Anwender wesentlich mehr
Kontrolle über das Gerät und kann
Rückschläge besser vermeiden.
Daher sollte bevorzugt diese
Sägetechnik angewandt werden.
Schiebendes Sägen
Bild 14
Bei dieser Technik wird mit der
Oberseite der Sägeschiene von
unten nach oben gesägt.
Die Sägekette schiebt hierbei das
Gerät rückwärts zum Anwender hin.
Verkantet sich die Sägeschiene, so
kann das Gerät mit großer Kraft zum
Anwender hin geschleudert werden.
Wenn der Anwender die nach hinten
schiebende Kraft der Sägekette
nicht durch seine Körperkraft
ausgleicht, besteht die Gefahr, dass
nur noch die Spitze der
Sägeschiene Kontakt zum Holz hat
und so ein Rückschlag erfolgt.
Fällen eines Baumes
Verletzungsgefahr!
Fäll- und Entastungsarbeiten dür
-
fen nur von geschulten Personen
durchgeführt werden! Es besteht
die Gefahr lebensgefährlicher Ver
-
letzungen!
Bild 15
Vor Beginn der Fällarbeiten
sicherstellen, dass:
– sich im Fallbereich (A) des
Baumes keine Personen oder
Tiere aufhalten.
– für jeden Beteiligten ein hindernis
-
freier Fluchtweg möglich ist. Ein
Rückzug (B) erfolgt schräg entge
-
gengesetzt zur Fallrichtung.
– der Bereich um den Stamm frei
von Hindernissen ist (Stolper
-
gefahr!).
– der nächste Arbeitsplatz
mindestens zweieinhalb
Baumlängen entfernt ist. Vor dem
Fällen muss die Fallrichtung des
Baumes überprüft und
sichergestellt sein, dass sich in
einer Entfernung von 2½
Baumlängen weder Gegenstände
noch Personen oder Tiere
befinden.
Bild 16
Das Fällen eines Baumes erfolgt in
zwei Schritten:
Den Stamm um etwa ein Drittel
seines Durchmessers auf der
Fallrichtungsseite einkerben (1).
Auf der gegenüberliegenden
Seite den Fällschnitt (2)
ansetzen, der etwas höher liegen
muss als der Fallkerb (ca. 3-
5cm).