Ottobock | 173R93
Bei Bedarf kann die Federwirkung wie folgt angepasst werden:
Problem Ursache Maßnahme
Prothesenunterschenkel schwingt
zu weit nach hinten, Prothesenun-
terschenkel ist nicht rechtzeitig vor
Fersenauftritt in Extensionsstellung
Federvorspannung zu
gering eingestellt
Federvorspannung erhöhen: Ein-
stellschlüssel am Federverstellring
einführen und gegen den Uhrzei-
gersinn drehen, Federverstellring
rastet bei der nächsten Stufe ein
Prothesenunterschenkel schwingt
nicht weit genug nach hinten,
Schwungphaseneinleitung geht
zu schwer, Prothesenunterschenkel
wird zu stark in den Extensionsan-
schlag beschleunigt
Federvorspannung zu
stark eingestellt
Federvorspannung verringern: Ein-
stellschlüssel am Federverstellring
einführen und im Uhrzeigersinn
drehen, Federverstellring rastet
bei der nächsten Stufe ein
(Auslieferungszustand = Stufe 1
= geringste Federvorspannung.
Verstellring nicht weiter im Uhr-
zeigersinn drehen!)
4.3 Schaumstoff-Überzug
Für das 3R93 kann der Schaumstoff-Überzug 3S107 oder 3S106 verwendet werden.
VORSICHT
Sturzgefahr durch Verwendung von Talkum. Talkum entzieht den mechanischen Bauteilen das
Fett. Dies kann zu erheblichen Funktionsstörungen der Mechanik und in der Folge zum Verlust
der Bremsfunktion und damit zum Sturz des Patienten führen.
Verwenden Sie kein Talkum. Bei Einsatz des Medizinproduktes unter Verwendung von Talkum
erlöschen alle Ersatzansprüche.
INFORMATION
Eine Alternative zur Beseitigung von Reibgeräuschen zwischen Schaumstoff-Überzug und Prothese
Überzug gesprüht wird.
4.4 Wartungshinweise
Bitte geben Sie die nachfolgenden Sicherheitshinweise an Ihre Patienten weiter:
VORSICHT
Verletzungsgefahr durch Überbeanspruchung. Je nach Umgebungs- und Einsatzbedingungen
kann die Funktion des Kniegelenks beeinträchtigt werden. Um eine Gefährdung des Patienten
zu vermeiden, darf das Kniegelenk nach spürbaren Funktionsveränderungen nicht weiter be-
nutzt werden.
Diese spürbaren Funktionsveränderungen können sich z. B. als Schwergängigkeit, unvollständige
Streckung, nachlassende Standphasensicherheit, sich verschlechterndes Schwungphasenver-
halten, Geräuschentwicklung etc. bemerkbar machen.
Maßnahme: Aufsuchen eines Orthopädie-Technikers zur Überprüfung der Prothese.