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STAMOS S-Multi 41 - Page 6

STAMOS S-Multi 41
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Strom zur Elektrode geführt wird und das Plasma mit dem zu bearbeitenden Metall in
Kontakt bleibt. Die Schneidedüse hat eine zweite Gruppe von Kanälen. Diese Kanäle
entlassen einen konstanten Fluss an Schutzgas um den Der Druck dieses Gasusses
kontrolliert den Radius des Plasmastrahls.
Hinweis! Diese Maschine ist nur dazu konzipiert Druckluft als „Gas“ einzusetzen.
Lichtbogenhandschweißen
Das Lichtbogenhandschweißen, kurz E-Handschweißen genannt (MMA), ist eines der
ältesten elektrischen Schweißverfahren für metallische Werkstoffe, welches heute noch
angewandt wird. Nikolai Gawrilowitsch Slawjanow ersetzte 1891 die bis dahin zum
Lichtbogenschweißen üblichen Kohleelektroden durch einen Metallstab, der
gleichzeitig Lichtbogen-träger und Schweißzusatz war. Da die ersten Stabelektroden
nicht umhüllt waren, war die Schweißstelle nicht vor Oxidation geschützt. Deshalb
waren diese Elektroden schwierig zu verschweißen. Der elektrische Lichtbogen, der
zwischen einer Elektrode und dem Werkstück brennt, wird als Wärmequelle zum
Schweißen genutzt. Durch die hohe Temperatur des Lichtbogens wird der Werkstoff an
der Schweißstelle aufgeschmolzen. Gleichzeitig schmilzt die Stabelektrode als
Zusatzwerkstoff ab und bildet eine Schweißraupe. Zur Erzeugung kann Gleichstrom
oder Wechselstrom verwendet werden. Stabelelektroden werden als Zusatzwerkstoff
beim Lichtbogen-schweißen verwendet. Für jede Schweißarbeit gibt es geeignete
Elektroden, z. B. für Verbindungs- und Auftragsschweißungen. Aufschluss über die Art,
Eigenschaften und Verwendbarkeit einer Elektrode gibt die Elektroden-Kurzbe-
zeichnung, die auf jeder Elektrodenpackung aufgedruckt ist. Die Umhüllung der
Elektrode entwickelt beim Abschmelzen Gase, die außer einer Lichtbogenstabilisierung
den üssigen Werkstoffübergang im Lichtbogen von den Einüssen der umgebenden
Luft abschirmen und den Abbrand von Legierungsbestandteilen mindern. Außerdem
bildet die abschmelzende Umhüllung Schlacke. Diese ist leichter als üssiger Stahl und
wird auf die Schweißnaht geschwemmt. Dadurch werden eine langsame Abkühlung und
somit geringere Schrumpfspannungen erreicht. Durch Elektronenbeschuss heizt sich
die Anode (positiver Pol) stärker auf und positive Metallionen strömen von dort zum
Werkstück. Deshalb betreibt man verzehrende Elektroden meist als Anoden gegenüber
dem Werkstoff als negativen Pol.
Beim WIG-Verfahren ist die Elektrode jedoch negativ gepolt, um den Abtrag gering zu
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halten. Lichtbogen-schweißen wird im Hochbau (Brückenträger), aber auch in der
Feinmechanik angewandt. Dabei gilt: Je dünner das Material, desto aufwändiger die
Ausrüstung, da die niedrigen Stromstärken (um Materialien unter 1 mm Wandstärke
nicht durchzubrennen) eine deutlich aufwändigere Regelung erfordern.
Wolfram-Inertgasschweißen (WIG, engl. TIG)
Das Wolfram-Inertgasschweißen (WIG-Schweißverfahren) stammt aus den USA und
wurde dort 1936 unter dem Namen Argonarc-Schweißen bekannt. Erst nach dem 2.
Weltkrieg wurde es in Deutschland eingeführt. In englisch-sprachigen Ländern heißt
das Verfahren TIG nach dem englischen „Tungsten“ für Wolfram. Das Verfahren zeichnet
sich gegenüber anderen Schmelzschweißverfahren durch eine Reihe von interessanten
Vorteilen aus. Beispielsweise ist es universell anwendbar: wenn ein metallischer Werk-
stoff überhaupt schmelzschweißgeeignet ist, dann lässt er sich mit diesem Verfahren
fügen. Zum anderen ist es ein sehr „sauberes“ Verfahren, das kaum Spritzer und nur
wenig Schadstoffe erzeugt und bei richtiger Anwendung eine qualitativ hochwertige
Schweißverbindung gewährleistet. Ein besonderer Vorteil des WIG Schweißens ist auch,
dass hier gegenüber anderen Verfahren, die mit abschmelzender Elektrode arbeiten, die
Zugabe von Schweißzusatz und die Stromstärke entkoppelt sind.
Der Schweißer kann deshalb seinen Strom:
optimal auf die Schweißaufgabe abstimmen und nur so viel Schweißzusatz zuge-
ben, wie gerade erforderlich ist. Dies macht das Verfahren besonders geeignet zum
Schweißen von Wurzellagen und zum Schweißen inZwangslagen.
durch den verhältnismäßig geringen und kleinräumigen Wärmeeintrag besteht auch
nur wenig Neigung der Werkstücke, sich beim Schweißen zu verziehen.
die genannten Vorteile haben dazu geführt, dass das Verfahren sich besonders gut
eignet für Schweißungen von Luft- und Raumfahrtgeräten, Bauteile der Kerntechnik
sowie für den chemischen Anlagen- und Apparatebau.
Stromregulierung
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