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Natur-Joghurt...
…ist ein sauermilchartiges Erzeugnis, das unter Einwirkung von Bakterien aus H-Milch
mit einem Fettgehalt von 1,5 – 3,5% gewonnen wird. Die Milch wird mit Joghurtkul-
turen oder frischem Natur-Joghurt geimpft. Bei einer Durchschnittstemperatur von
42°C vermehren sich die Milchsäurebakterien. Sobald ausreichend Milchsäure produ-
ziert wurde, wird Eiweiß ausgefällt und die Milch wird dick.
Es gibt rechts- und linksdrehende Milchsäurebakterien. Rechtsdrehende Milchsäure-
bakterien spielen für den Kohlenhydratstoffwechsel eine wichtige Rolle, da sie der
Körper besser verwertet. Hatten Sie nach dem Genuss einiger Joghurtsorten Verdau-
ungsprobleme, dann war vielleicht zu viel linksdrehende Milchsäure der Grund, da
diese langsamer abgebaut werden.
Die Festigkeit des Joghurts ist auch vom Fettgehalt der verwendeten Milch abhän-
gig. Bei einem Fettgehalt von 3,5% wird der Joghurt etwas fester, bei 1,5% weicher.
Jede andere Milch sollte auf 80 – 90°C erhitzt und auf 40°C abgekühlt werden. Den
Joghurt nicht länger als 10 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Zubereitung:
Sie können sowohl H-Milch als auch pasteurisierte Frischmilch verwenden. Bei Ab-
Hof-Milch (Milchautomat/ Milchtankstelle/o.ä.) muss die Milch zwingend erst abge-
kocht und auf mindestens 35°C abgekühlt werden.
Geben Sie 2 Becher Joghurt (250g) in den großen Glasbehälter A und füllen Sie die-
sen bis zur MAX-Markierung mit Milch auf. Nun noch mit einem Löffel kurz umrüh-
ren und das Glas mit dem Deckel verschließen, in den Joghurtmaker stellen und das
Programm starten. Anstelle von gekauftem Joghurt können auch Starterkulturen
verwendet werden.
Reifezeit:
Die Milchmischung mind. 8 Stunden in dem Gerät reifen lassen. Je länger der Joghurt
reift, desto kräftiger wird der Geschmack. Je kälter die Mischung ist, umso länger
muss die Zeit eingestellt werden. Mit einem Löffel die Konsistenz prüfen und gege-
benenfalls die Zeit verlängern. Bewegen Sie das Gerät während der Reifezeit nicht,
da sonst der Joghurt nicht fest wird. Einen Teil des fertigen Joghurts kann man wie-
der als Startkultur benutzen, aber nicht mehr als ca. 5-mal, da mit der Zeit die Wir-
kung nachlässt. Fertigen Joghurt immer im Kühlschrank aufbewahren. Zutaten wie
Zucker, Früchte oder Aromen werden erst nachträglich dem Joghurt hinzugefügt.