3.3.6.7. Der Nulldurchgang
Die Symmetrie und die Linearitat der S-Kurve eines FM-Demodulators
ist
fur die Qualitat der Ubertra-
gung von gro8er Bedeutung. Das Bild Fig. 3.3-17 zeigt die richtig abgeglichene S-Kurve eines Ratio-
Detektors mit Frequenzmarken und ein Oszillogramm, das eine rnit Frequenzmarken kalibrierte Null-
linie enthalt.
Diese Frequenzkennzeichnung erleichtert den Ausgleich und die Beurteilung der Charakteristik des
Demodulators
betrachtlich,besonders dann, wenn der Markenabstand gleich dem Abstand der Mearaster-
linien eingestellt wird.
Zum Abgleich der S-Kurve
ist
das gewobbelte RF-Signal an der Basis der letzten FM-ZF-Transistor-
stufe einzuspeisen, damit die einschrankenden Einflusse des ZF-Verstarkers auf die Bandbreite nicht
wirksam werden.
3.3.6.8.
Die DurchlaBkurve ehes
ZF-Quadraturdemodulators
(Koinzidenzdemodulators)
zeigt Fig. 3.3-18. Diese Charakteristik
ist
durch einen IC realisierbar, der unter anderem das Haupt-
signal der ZF hoch verstarkt und intensiv begrenzt. Die Hauptselektion gewahrleistet ein Filter zwischen
dem FM-Tuner und dem
ZF-Quadraturdemodulator.
Als Phasenschieber ist ein Parallelschwingkreis verwendbar, der bei hochohmiger Ansteuerung durch
das ZF-Signal eine phasenverschobene Spannungskomponente liefert, die der Frequenzanderung pro-
portional
ist.
Bei der Mittenfrequenz betragt die Phasenverschiebung 90'.
Die Demodulation erfolgt durch Multiplikation des Hauptsignals mit der phasenverschobenen Span-
nung in einem Multiplizierer. Die geometrischen Summen aneinandergereiht, ergeben die Durchlaakenn-
linie.
3.3.6.9. Zur Kontrolle der Arnplitudenbegrenzung
des Testobjekts ist das gewobbelte
RF-Signal zusatziich amplitudenmoduliert, wenn die Taste MODU-
LATION OFFION gedruckt
ist.
Der Abschwacher
ist
in Stellung 40 dB zu schalten, und mit dem Potentiometer 0-80 dB
ist
das Signal
nur so weit zu reduzieren, daB die uberlagerung der S-Kurve mit dem I-kHz-Signal gut sichtbar
ist.
Dann
ist der Abschwacherschalter in Stellung 3 dB oder 0 dB zu drehen; bei wirksamer Amplitudenbegrenzung
sol1 die uberlagerung der S-Kurve vollig unterdruckt sein.
Oabei mu8 man in Betracht ziehen, daR man bei der Signalerhohung nicht uber den Ansprechpegel der
AVR hinauskommt, da sonst zusatzliche Begrenzung auftreten kann, siehe 3.3.4 und Fig. 3.3-19.
3.3.7. Die idealisierte
ZF-DurchlaBkurve
eines FS-Empfangers zeigt Fig. 3.3-20. Wegen der
Restseitenbandmodulation~
im Sender werden die
tieferen Frequenzen, von 0
-
1,25 MHz, bei der Demodulation im Empfanger verdoppelt und mussen
durch die Nyquistflanke um den Faktor 2 reduziert werden, an der Stelle fl.
Fig. 3.3-20
ldealisierte Durchla8kurve eines FS-Empfangers