23
DE
Wir beginnen mit dem Motor. Der luftgekühlte Boxermotor ist das Herzstück des Wagens, ein
Motor, der bei späteren Generationen von Oldtimern verwendet wurde und 65 Jahre lang im Käfer
zum Einsatz kam. Eine Geschichte, die zu Ende ging, als der letzte Käfer mit der Nummer
21.529.464 am 30. Juli 2003 in Puebla, Mexiko, vom Band lief. Der Typ 82 war zunächst mit einem
985-ccm-Motor ausgestattet, der später auf 1131ccm aufgerüstet wurde und dann schrittweise
immer mehr Hubraum bekam. Im Porsche 356 wurde ein 1488-ccm-Motor verwendet, dem die
Leistung von Anfang an verdoppelt wurde. Die Zylinder des Boxermotors sind auf beiden Seiten
verteilt ein 130er Motor in der rechten Zylinderposition und ein weiterer 130er Motor für die linke
Seite Dadurch kann der Motor doppelt so viel Leistung bringen wenn er auf der Plattform des VW
t1 oder Porsche 356 steht. Das Schwungrad der Motorkurbelwelle ist mit einem Riemen verbund-
en, der auch den Generator und das Kühlgebläse antreibt. Ein wesentliches Merkmal ist die
halbrunde Lüfterverkleidung, bei der der Luftstrom auf die Zylinder auf beiden Seiten verteilt wird.
Das Modell ist originalgetreu nachgebildet, d. h. man kann beobachten wie die Schaufeln sich bei
laufendem Motor im Lüftereinlass drehen. Der Kübelwagen hat 4 Vorwärtsgänge und die Höchst-
geschwindigkeit jedes Ganges beträgt im 1. Gang 18,4 km/h; im 2. Gang 32,4km/h; 3. Gang
54,2km/h; 4. Gang 83,6km/h. Die entsprechende rote Linie der Schaltung ist auf dem Armaturen-
brett zu sehen. Am Modell haben wir eine 2-Gang-Schaltung entworfen, um die Geschwindigkeit
des 1. und 3. Gangs des echten Autos zu simulieren. Die Kraft geht vom Hinterachsdifferential
über das Mitteldifferential und kehrt dann zur Hinterachse zurück. Das Modell ist genauso
aufgebaut wie der echte, was den Vorteil hat, dass es kompakt ist und sich leicht zwischen 4WD-
und RWD-Modus umschalten lässt. Diese Schaltfunktion ist beim Modell perfekt nachgebildet und
sorgt für mehr Fahrspaß bei Fahrten im Gelände.
Kommen wir nun zum Fahrwerk. Die heute auf dem Crawler-Markt beliebte Portalachse wurde
bereits vor 82 Jahren in Großserie produziert, hier war das Untersetzungsverhältnis 15:21. Das
Fahrgestell hatte eine Mindestbodenfreiheit von 310 mm was alle modernen Geländewagen auf
dem heutigen Markt in den Schatten stellt. Beim echten Auto werden die Vorder- und Hinterradg-
eschwindigkeiten ausgeglichen, indem das Übersetzungsverhältnis des Vorderachsdifferenzials
erhöht wurde, während wir beim Modell das Untersetzungsverhältnis auf 1:1 für die Vorder- und
Hinterachsdifferentiale eingestellt haben. Das solide, tragende Chassis mit gestanztem Mittelste-
grohr-Chassis und die Karosserie weisen einen hohe Torsionssteifigkeit auf. Die zentrale
Antriebswelle und die elektrische Verkabelung sind im Firstrohr versteckt. Die Vorder- und Hinter-
räder sind Einzelradaufhängung mit Drehstabfederung, die einen langen Federweg bei geringem
Platzbedarf ermöglicht. Wir verwenden Torsionsfedern anstelle von Drehstabfedern, um die
Vorder- und Hinterradaufhängung leicht zu demontieren.
Bei der Bereifung setzt das Modell auf die gleichen 5,25 x 16-Geländereifen wie der Kübelwagen.
Die Räder müssen wie beim echten Auto mit 5 Schrauben befestigt werden, und das Reserverad
an der Vorderseite ist nach Öffnen der Motorhaube leicht zugänglich. Hier können Sie auch die
Über das Modell
Der luftgekühlte Motor benötigt kein Wasser zur Kühlung und ist daher ideal für den Einsatz in
heißen und kalten Umgebungen. Daher wurde er in großer Zahl an das Nordafrikanische Korps
unter Erwin Rommel ausgeliefert, der auch der Prototyp unseres Kommandeurwagen-Modells ist.