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Einstellvorrichtungen für Zentralfederbein (Abb. 39)
Das Zentralfederbein ist mit außen liegenden
Einstellschrauben ausgestattet, die eine Anpassung der
Motorradtrimmung, den jeweiligen
Belastungsbedingungen entsprechend, ermöglicht. Die
sich an der linken Seite befindliche Einstellschraube (1), die
an der unteren Befestigung des Federbeins an der
Hinterradschwinge angeordnet ist, reguliert die
hydraulische Dämpfung in der Zugstufe (Rückzug). Die
Einstellschraube (2) am Ausdehnungsbehälter des
Federbeins reguliert die hydraulische Dämpfung in der
Druckstufenphase. Durch ein Drehen der
Einstellschrauben (1 und 2) im Uhrzeigersinn wird die
Dämpfung erhöht, entgegengesetzt, wird sie gemindert.
STANDARD-Einstellung – Zugstufeneinstell-schraube (1):
Aus der vollkommen geschlossenen Position heraus
(Uhrzeigersinn) die Einstellschraube um eine und eine
halbe Umdrehung lösen. STANDARD-Einstellung –
Druckstufeneinstellschraube (2): Aus der vollkommen
geschlossenen Position heraus (Uhrzeigersinn) die
Einstellschraube um eine Umdrehung lösen. Über die zwei
Nutmuttern (3) am oberen Teil des Federbeins, kann die
Vorspannung der äußeren Feder reguliert werden. Um die
Federvorspannung ändern zu können, muss man die obere
Nutmutter lockern. Durch Anziehen oder Lockern der
unteren Nutmutter kann die Vorspannung gesteigert bzw.
gemindert werden. Nach der Einstellung der gewünschten
Vorspannung, die obere Klemmnutmutter festziehen.
Achtung
Zum Drehen der für die Vorspannungsregulierung
vorgesehenen Nutmutter einen spezifischen
Hakenschlüssel verwenden und vorsichtig bewegen,
damit man sich nicht die Hand verletzt, mit der man stark
gegen andere Motorrad-teile schlagen könnte, falls beim
Drehen des Schlüssels der Zahn aus der Nutmutter
herausspringen sollte.
Achtung
Das Federbein enthält unter hohem Druck stehendes
Gas und kann, wenn von unerfahrenen Personen
ausgebaut, schwere Schäden verursachen.
Hat man vor einen Beifahrer und Gepäck zu befördern,
muss man die Feder des Zentralfederbeins auf die
maximale Vorspannung bringen, damit das dynamische
Verhalten des Motorrads verbessert und mögliche
Interferenzen mit der Fahrbahn ausgeglichen werden
können. Dies kann auch eine erneute Anpassung der
hydraulischen Dämpfung in der Zugstufe erforderlich
machen.