ACRO-FLIEGEN
Es gibt noch keine offizielle Zulassung für Acro-Schirme. OZONE
Gleitschirme sind mit den besten Materialen und in höchster Qualität
gefertigt, aber nicht für diese Art des Fliegens zugelassen.
Ozone empfiehlt, diese Art des Fliegens mit dem GEO zu vermeiden.
WINDENSCHLEPP
Dein OZONE Gleitschirm ist windenschlepptauglich. Beim
Windenschlepp musst du darauf achten, dass der Gleitschirm vor
dem Start senkrecht über dir steht. In der Startphase darf nicht mit
zu großem Zug geschleppt werden, damit der Pilot im flachen Winkel
vom Start wegsteigt. Schleppleinenzug über 90 kp ist nicht zulässig.
In jedem Fall entspricht der maximale Schleppleinenzug dem
Körpergewicht des Piloten.
In Deutschland ist Windenschlepp mit dem Gleitschirm prinzipiell nur
dann erlaubt, wenn der Pilot einen Befähigungsnachweis für
Windenschlepp, der Windenfahrer einen Befähigungsnachweis für
Windenfahrer mit Berechtigung für Gleitschirmschlepp besitzt, der
Gleitschirm schlepptauglich ist, sowie Winde und Schleppklinke ein
DHV-Gütesiegel haben, das sie als geeignet für Gleitschirmschlepp
ausweist. Grundsätzlich sind die örtlich geltenden Vorschriften zu
beachten und nur mit einem erfahrenen Schleppteam und
geeignetem Material zu schleppen.
KONSTRUKTION
Ozone Schirme sind für ihre Bauqualität bekannt! Dein Ozone Geo
besteht aus folgenden Materialien:
Ober- und Untersegel
Porcher 9017 E68A
Der neue Stoff von Porcher basiert auf dem bekannten 9017 und
kombiniert leichtes Gewicht mit hoher Festigkeit.
Profile
Porcher 9017 E29A Hard Finish
Auch ein Leichtgewicht-Stoff aber mit einer anderen Beschichtung,
um die diagonale Dehnung (Bias) zu minimieren, sodass die
besser fühlen kannst. Wir empfehlen, gewickelt zu fliegen -
dadurch hast du ein präziseres und direkteres Gefühl für
deinen Schirm.
Verhänger
Wenn sich das Flügelende in den Leinen verfängt nennt man das
"Verhänger". Ein Verhänger kann zu einer schwer kontrollierbaren
Drehbewegung führen. Die erste Lösungsmöglichkeit ist, an der
Stabilo-Leine zu ziehen (rote Leine am B-Tragegurt), während man
gleichzeitig versucht, die Drehbewegung durch Gegenbremsen zu
verlangsamen. Um einen Strömungsabriss zu vermeiden, muss das
Gegenbremsen vorsichtig und dosiert sein. Wenn das nicht
funktioniert, dann hilft nur noch ein "Full Stall". Nur wer Full-Stalls
gelernt und geübt hat, sollte dieses Manöver durchführen - und auch
nur dann, wenn ausreichend Höhe vorhanden ist.
Wenn der Pilot die Drehung nicht schnell kontrollieren kann, dann
muss der Rettungsschirm eingesetzt werden, bevor zu viel Höhe
verloren ist.
WICHTIG: schlechte Startvorbereitung, Acrofliegen, ein
ungeeigneter Schirm oder zu starke Flugbedingungen sind die
Hauptursache für Verhänger.
Stabile Steilspiralen
Ein stabile Steilspirale ist eingetreten, wenn der Pilot die Steuerleine
freigibt, aber der Schirm weiter dreht. Um diese Steilspirale zu
beenden, muss der Pilot die Kurvenaußenseite des Schirms
anbremsen.
Der GEO wird als zugelassener DHV 1-2 Schirm bei
Sinkgeschwindigkeiten unter 12m/sec nie in eine stabile Steilspirale
übergehen. Trotzdem könnten manche Faktoren dazu führen: z.B. ein
falsch eingestellter Brustgurt, fliegen außerhalb der Gewichtsgrenze
oder ein extrem hohes Sinken in der Steilspirale. Deshalb solltest du
immer bereit sein, den Schirm durch dosiertes Gegenbremsen aktiv
aus eine Steilspirale zu pilotieren.
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