Aufstellungstipps
Grundlegende Hinweise
Der Abstand des Subwoofers zu den Wänden sollte mindestens 10 cm betragen, damit genügend Platz für die
Verkabelung und für die Luftzirkulation zur Kühlung bleibt.
Da einige Subwoofer auf der Gehäuseunterseite ein Bassreexrohr oder eine Bass membrane enthalten, werden
sie mit montierten Füßen ausgeliefert, um einen Mindestabstand zwischen Subwoofer-Unterseite und Fußboden
einzuhalten.
Falls feste Gegenstände auf den ELAC Subwoofer gestellt werden sollen, sind sie gegen Verrutschen und Vibrations-
geräusche zu sichern. Aus dem Automobilzubehör gibt es spezielle Matten, die das Verrutschen verhindern. Mit
einer Gummi- oder Filzmatte als Zwischenlage ist es möglich und durchaus auch sinnvoll, einen der Haupt laut-
sprecher auf den ELAC Subwoofer zu stellen.
Einüsse der Raumakustik
“Tiefe Töne brauchen Raum“ - diese gängige und für Subwoofer wichtige Feststellung ist vieldeutig. Für die Praxis
nützlicher sind folgende Tatsachen:
Die mit nahezu vollem Pegel nutzbare Grenzfrequenz des ELAC Subwoofers liegt bei unter 30Hz, je nach Gerät. Das
entspricht schon Schallschwingungen mit einer Wellenlänge von etwa 10Metern. Trotzdem kann Tiefbass auch
in kleinen Räumen gehört werden (Extrem beispiel: Kopfhörer). Es sind aber einige Besonderheiten zu beachten:
in einem geschlossenen, kastenförmigen Raum mit weniger als 7 - 8 m Länge sollte sich der bevorzugte Hörplatz
nicht genau in der Mitte benden. Wie in einer Badewanne „schwappt“ die Energie zwischen den Enden hin und
her und baut vor allem dort den (Wechsel-)Druck auf (bis zum Überlaufen), genau in der Mitte dazwischen liegt
jedoch ein Druck-Minimum, d.h. kein (Tief-)Bass. Die folgende Tabelle gibt die Frequenz an, bei der dieser Eekt am
stärksten auftritt.
Abstand paralleler Wände Frequenz des Schalldruck-Minimums in der Mitte zwischen den Wänden
10 m 17 Hz
8 m 21 Hz
6 m 29 Hz
5 m 34 Hz
4 m 43 Hz
3 m 57 Hz
2,5 m (Raumhöhe) 68 Hz
Der Eekt zeigt sich unter praktischen Bedingungen also gerade dort, wo ein Subwoofer seine Fähigkeiten zeigen
sollte. Er gilt für alle parallelen Begrenzungsächen, also auch zwischen Decke und Fußboden, wenn diese massiv
gebaut sind. Abhilfe ist aber leicht möglich: schon durch leichtes Herausrücken des Hörplatzes aus der Mitte um z.B.
50 cm wird der Tiefbass wieder hörbar.
Sitzt der Hörer direkt vor einer Wand, ist die Basswiedergabe oft zu stark. Dies kann durch niedrigere Pegel einstellung
des aktiven Subwoofers ausgeglichen werden. Für die Wieder gabe höherer Frequenzen und angenehme Räum-
lichkeit ist es aber fast immer von Vorteil, den bevorzugten Hörplatz etwas von allen Wänden abzurücken. Akusti-
sche Modelle zur Ausbreitung tiefer Frequenzen in kleinen, geschlossenen Räumen kommen zu dem Ergebnis, dass
die Position von Subwoofer und Hörer im Raum gleichwertig sind, also untereinander getauscht werden können,
ohne dass sich das akustische Ergebnis ändert. Man könnte folglich versuchsweise den Subwoofer am bevorzugten
Hörplatz aufstellen, anschließend im Raum umhergehen, um den Platz mit dem gleichmäßigsten Bass zu suchen,
und zuletzt den Subwoofer genau dort aufstellen. Obwohl die Theorie unter praktischen Bedingungen nur zum Teil
gilt und der Tiefbass nie allein (ohne Hauptlautsprecher) beurteilt werden sollte, bleibt die Empfehlung gültig, in
kleineren geschlossenen Räumen für den Subwoofer selbst (wie auch für den Hörplatz) keine mittigen Positionen
(im Raum oder vor langen Wänden) auszuwählen.
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