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Direction for Use (GB) / Gebrauchsanleitung (D)
Converter CON 011
Gebrauchsanleitung
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D
GEBRAUCHSANLEITUNG
2.1 Zweck und Anwendung
Der Signalkonverter CON 011 und Aufnehmer der Serie PR 6422....PR 6426 bilden Messketten
nach dem Wirbelstromprinzip zur berührungslosen Abstandsmessung im epro –
Maschinenüberwachungssystem. Mit der zugehörigen Folgeelektronik eignen sich die
Meßketten sowohl für statische als auch für dynamische Abstandsmessungen, d.h. es können
z. B. langsame axiale und radiale Verlagerungen ebenso wie schnelle Radialschwingungen an
rotierenden Maschinen gemessen werden. Mit Hilfe eines Polrads oder entsprechenden
Wellenmarken können auch Impulse zur Drehzahl− oder Key – Messung erfaßt werden.
Um eine hohe Messgenauigkeit zu erreichen werden aufeinander abgeglichene Messketten
geliefert und als Einheit betrachtet. Es ist deshalb darauf zu achten, dass der Aufnehmer und
der zugehörige Messkonverter zusammenbleiben. Aufnehmertyp, −seriennummer und das
Material, auf das die Messkette abgeglichen ist, sind auf dem Typenschild des Konverters
vermerkt.
Die technischen Daten der Messkette wurden den im Turbomaschinenbau üblichen
Werkstoffen angepasst (Referenzmaterial: 42 Cr Mo 4, entspr. SAE 4140). Auf dieses Material
bezieht sich der Standardabgleich von Aufnehmer und Messkonverter, auf andere Materialien
kann auf Anfrage abgeglichen werden (siehe Gebrauchsanleitung PR 6422...26). An der
Maschine ist im Normalfall lediglich der Abstand zwischen Aufnehmerstirnfläche und
Messobjekt einzustellen. Die Einstellung wird durch Messung der
Konverterausgangsspannung vorgenommen.
Der Konverter CON 011 ist in einem stabilen Gehäuse geschützt untergebracht, seine
Elektronik ist vergossen. Zum Anschluss des Aufnehmers dient eine LEMO−Buchse. Eine M20
Gewindebuchse erlaubt den direkten Anschluss eines Metallschutzschlauchsets MPT 064/..
zum Schutz des Sensorkabels. Im Konverter enthalten ist die zur Speisung und
Messsignalwandlung nötige Elektronik. Die Speisespannung für die Konverter beträgt nominal
24 V DC. Der Bereich der Ausgangsspannung proportional zum Nennmessbereich des jeweils
angeschlossenen Aufnehmers kann wahlweise auf −4V...−20 V oder –2V...−18 V eingestellt
werden. Bei den Konvertern für die Sondermessbereiche (CON 011 / 91x−xxx) ist die
Ausgangsspannung fest auf den Bereich −4...−20V eingestellt.
Es stehen fünf Wirbelstromaufnehmertypen zur Verfügung. Der zu verwendende Typ richtet sich
nach dem Messbereich, der zur Verfügung stehenden Messspur und der maximalen
Umgebungstemperatur.
2.2 Funktionsprinzip
Die jeweils in den Aufnehmern PR 6422 ... PR 6426 enthaltene Messspule wird über
Aufnehmerleitung und ggf. Verbindungskabel mit der im Konverter (Messumformer)
enthaltenen Oszillatorschaltung zu einem Schwingkreis verbunden (siehe Fig 1).
Das hochfrequente Oszillatorsignal in der Spule erzeugt um den Aufnehmerkopf herum ein
magnetisches Wechselfeld gleicher Frequenz. Durchsetzt dieses Magnetfeld ein der Spule
gegenüberliegendes metallisches Objekt, so werden in diesem Wirbelströme induziert. Die
Wirbelströme erzeugen ein Magnetfeld, das dem erregenden entgegengesetzt ist. Hierdurch
wird dem Spulenfeld Energie entzogen, es wird gedämpft. Je näher das Material an die Spule
herangeführt wird, desto größer ist die Dämpfung, d.h. desto kleiner die Amplitude der
Oszillatorschwingung.