34
Die Belichtungsmessung
Bei der LEICA MP erfolgt die Belichtungsmessung
für das vorhandene Umgebungslicht selektiv
durch das Objektiv bei Arbeitsblende. Dabei wird
das von einem hellen Messfleck reflektierte Licht
von einer Fotodiode (Pfeil) aufgefangen und ge-
messen. Diese Silizium-Fotodiode mit vorgesetz-
ter Sammellinse ist links oberhalb des Verschlus-
ses angeordnet. Der Messfleck (12mm Durch-
messer, das entspricht ca. 13% des Negativ-
formats) befindet sich in der Mitte des ersten Ver-
schlussvorhangs.
Die ungleichmäßige Deckung der weißen Farbe
beruht nicht auf einer mangelhaften Fertigung. Sie
ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass auf dem
flexiblen Gummituch des Verschlusses keine ge-
schlossene, dicke Farbschicht aufgetragen wer-
den kann, ohne die Funktion des Verschlusses zu
beeinträchtigen. Die ungleichmäßige Struktur des
Messflecks beeinträchtigt das Belichtungsergeb-
nis in keiner Weise.
Die für eine korrekte Belichtung passenden Zeit-/
Blenden-Kombinationen werden mit Hilfe der Su-
cheranzeigen ermittelt - einer aus drei roten LEDs
bestehenden Lichtwaage (
Q
). Ist die Einstel-
lung richtig, leuchtet nur die mittlere, runde LED.
Einschalten des Belichtungsmessers
Der Belichtungsmesser wird durch leichtes Nie-
derdrücken des Auslöseknopfs (17) bis zu seinem
Druckpunkt eingeschaltet, vorausgesetzt, die
Kamera ist eingeschaltet, d.h. das Zeit-Einstellrad
(16) steht auf einer anderen Position als B/OFF,
und der Verschluss ist vollständig aufgezogen.
Die Messbereitschaft des Belichtungsmessers
wird durch konstantes Leuchten einer der beiden
dreieckigen LEDs signalisiert, Ggf. zusammen mit
der mittleren, runden LED.
Wird der Auslöseknopf wieder losgelassen, ohne
den Verschluss auszulösen, bleibt der Belich-
tungsmesser noch ca. 14s lang eingeschaltet und
die entsprechende(n) LED(s) leuchtet/n solange
weiter.
➞