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LGB 2901 - Page 3

LGB 2901
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Sicherheitsventil: Dieses
lebens-
wichtige
Ventil ist
oben auf dem
Kessel
direkt
vor
dem
Fuhrerhaus
angeordnet. Es schutzt den Kessel
vor tibermdBigem Druck
durch Ab-
blasen von Dampf, wenn
der
Kes-
seldruck
2,8 kg/qcm
(+/-
0,2 kgl
qcm)
uberschreitet. Das
Sicher-
heitsventil
besteht aus
einer Soiral-
feder,
einer Spindel und einem hit-
zebestiindigem
Silikon-O-Ring. Die
federbelastete
Spindel wird durch
den
Dampf
im Kessel bei ubermdBi-
gem
Druck im Kessel
geluftet.
Das
Sicherheitsventil ist fur den
si-
cheren Betrieb
der
FRANK
S. be-
sonders wichtig. Die Lok
darf
nicht
betrieben
werden,
wenn das Sicher-
heitsventil
geandert
oder beschd-
digt
worden
ist oder wenn
sonstige
Voraussetzungen
gegeben
sind, die
eine unsachgemdBe
oder
unsichere
Betatigung
des Sicherheitsventiles
verursachen
konnten.
Druckmesser: Der Druckmesser ist
auf dem
Dach
des Fuhrerhauses
angeordnet,
so daB der
Druckpegel
im Kessel leicht kontrolliert werden
kann. Der Druckmesser zeigt
den
Druckvon 1 bis 5 kg/qcm an.
Wasserstandsanzeiger:
Er ist an der
Rrickseite
des Kessels im Frihrer-
stand
der Lok
angeordnet und zeigt
den Wasserstand im Kessel der Lok
bei
der
Fahrt
auf ebener Strecke an.
In
einigen
FAllen
kann die Oberfld-
chenspannung des Wassers im
Wasserstandsanzeiger
dazu fiih-
ren,
dall das Gerdt
den
Wasser-
stand im Kessel nicht
richtig anzeigt.
Um
richtige
Anzeige zu
erreichen,
leicht an den Anzeiger
klopfen.
Zylinder: An
jeder
Seite des Lokrah-
mens
befindet sich
ein
Zylinder. Da
die Zylinder in
einem 90 Grad-Win-
kel zueinander
angeordnet sind,
kann
die FRANK
S.
beijeder
beliebi-
gen
Stellung
der Kolben anfahren.
Die Zylinder
sind
so bemessen, daB
die Dehnung
des
Dampfes
klein
ge-
halten wird,
um die FRANK
S. ein-
fach mit einer Funkfernsteueruno
regeln zu
konnen.
Drosselventil
(Dampfregler):
Das
Drosselventil ist
oben an der
Ruck-
seite der Lok angeordnet und dient
zur Regelung
der Geschwindigkeit
und des Drehmoments der Lokomo-
tive.
Das Drosselventil regelt
die Einspei-
sung der Dampfmenge in die Zylin-
der.
Es ist
eine
gewisse
Erfahrung
notwendig, um die richtigen Einstel-
lungen
frir das Drosselventil unter
den
verschiedenen
Betriebsum-
stdnden beherrschen zu konnen.
Umkehrhebel: Dieser Hebel
befin-
det sich
im Fuhrerstand
und dient
dazu,- die Lok vorwdrts oder rr.ick-
wdrts fahren zu lassen. Er
betdtigt
eine Schiebersoindel in einem Um-
kehrblock,
der den
Weg
des Ein-
trittsdampfes und des Abdampfes
zu bzw. von
jedem
Zylinder regu-
liert.
Der Umkehrhebel kann auch f0r die
Geschwindigkeitsregelung verwen-
det werden. Wenn
er
ndher
zur Null-
stellung bewegt wird, wird die
FRANK
S. langsamer fahren. Wenn
der
Hebel ndher
zur vollstdndigen
Vorwdrts-
oder vollstdndigen
Rrick-
wartsstellung
bewegt wird, wird
die
Lok
schneller
fahren.
Das ermog-
licht eine zuverlAssige Funkfern-
steuerung der
FRANK
S.
Gasbehiilter: Der Gasbehdlter ist im
Tender angeordnet
und enthiilt But-
angas, das
gleiche
Gas, wie
es
ftir
Raucherfeuerzeuge verwendet
wird. Der
Gasbehdilter kann
68
ml
Butangas
aufnehmen. Um einen
ordnungsgemdBen Betrieb zu
ge-
wdhrleisten,
sollten
jedoch
nur 40
-
45 ml Butangas in
den GasbehEilter
eingespritzt werden.
Wassertank
im Tender: Der
Was-
sertank ist
um den Gasbehalter
herum
gebaut.
Das Wasser im Tank
dient zur
Stabilisierung des
Gas-
drucks. Es
gleicht
den
Druckabfall
bei Temperaturschwankungen
aus.
Brenner: Der Bunsenbrenner
ist
un-
ten an der
Rrickseite
des
Kessels
angeordnet.
Er besteht aus einem
perforiertem
Rohr,
einer
Brenner-
duse
und mehreren Luftansauglo-
cnern.
Rauchkammedrlr: Diese Tur
an der
Stirnseite des KesSels ermoglicht
ein leichteres Zunden
des
Brenners.
Sie wird auBerdem
geoffnetzum
Ab-
frihren von
ubermABigem Gas aus
Brenner,
Rauchrohr und
Schorn-
stein.
Schmiervorrichtung:
Die Roscoe-
Umlaufschmierung frir
die
FRANK
S.
ist
einfach konstruiert.
Sie oe-
wiihrleistet trotzdem
eiie zuverlEs-
sige Schmierung der Zylinder,
Kol-
ben und Kolbenschieber.
Sie verhin-
dert auBerdem das Austreten
von
Dampf
an den
Dichtungen
dieser
Teile.
Der
Oltank der Schmiervorrichtung
ist
an die Leitung angeschlossen,
die Dampf zu
den
.Zylindern
frihrt.
Dampf
wird in den
Oltank
gedruckt,
in welchem
ein Teil des Damofes zu
heiBem Wasser
kondensied. Da
Wasser
schwerer als
Ol
ist,
Sinrktr/as
heiBe Wasser zum
Boden des
Tanks
und druckt das
Ol oben aus
dem Tank
und
in
die Zylinder hinein.
Kondenstank: Dieser Tank ist in der
Rauchkammer
unter dem Schorn-
stein angeordnet und speichert das
kondensierte
heiBe Wasser
und Ol,
das beim
Anfahren
der
Lok
aus den
Zylindern
gedruckt
wird.
Normalerweise wird
das
Wasser
aus diesem Kondensat durch die'
Hitze
des
Brenners verdampft. Des-
halb betrdgt das
Fassungsvermo-
gen
des Tanks nur 8 ml, weshalb
einiges Kondensat beim ersten
An-
fahren
(oder
wenn derTank noch et-
was Kondensat vom vorhergehen-
den
Anfahren
enthalt) aus dem
Schornstein
ausgestoBen werden
kann.
Funkfernsteuerung: lm rilckseiti-
gem
Teil
des
Tenders ist Platz zur
Aufnahme eines
Funkfernsteue-
rungsempfdngers und seiner Batte-
rien
vorgesehen. lm
Seitentank der
Lok ist Platz zur Aufnahme
eines
Servomotors zur Betatigung des
Umkehrhebels
vorhanden.
Sicherheits-
vorkehrungen
Um die
FRANK
S. sicher betreiben
zu konnen, mussen die nachfolgen-
den
Betriebs-
und Sicherungsanlei-
tungen
sorgfdltig durchgelesen und
eingehalten werden. Dann wird
es
auch ein
Vergnrigen
sein, die Lok
mit Dampf fahren zu lassen.
Die FRANK
S, darf niemals in lnnen-
rdumen betrieben werden. Da leicht
brennbares Butangas zum Heizen
des Kessels venivendet wird,
sollte
sie
nur im
Freien und weit weg von
allem entztindbarem Material
einge-
setzt werden. Abgesehen von
Si-
cherheitsgesichtspunkten konnen
Geruchsbeldstigungen
ynd
Ver-
schmutzungen durch Ol in
ge-
schlossenen Rdumen
uner-
wr.inschte Folgen
haben.
Die FRANK
S.
darf nur von verant-
wortungsbewuBten
Erwachsenen
Llber 18
Jahre betrieben
werden.
Sie
gehort
in
gar
keinem Fall in die
Hdnde von Kindern. Die
FRANK S.
ist
eine Prdzisionsmodellbahnloko-
motive
und
kein
Spielzeug. Ein Er-
wachsener, der
sich der
potentiellen
Gefahr bei
Damofbahnen
bewuBt
ist,
sollte
jederzeit
den
Betrieb
der
FRANK
S. beaufsichtigen und dafur
verantwortlich
sein.
Feuergefahr
Es sollte stets
besonders
sorgfEiltig
darauf
geachtet
werden, daB Schd-
den durch
Verbrennungen
oder
gar
offenes
Feuer
verhindert
werden.
Ausreichender
Dampldruck
muB
stehts
aufrechterhalten
werden,
auch sollten
sonst alle entsprechen-
den
VorsichtsmaBnahmen
getroff
en
werden.
Einige
Minuten
nach dem Ziinden
des
Brenners steigt
die
Temperatur
des
Kessel auf uber
'100
Grad Cel-
sius
(212
Grad
F) an.
Der
Siede-
ounkt des
Wassers
wird damit
er-
reicht. Um
Hautverbrennungen
zu
vermeiden,
sind beim
Betrieb und
beim Beruhren
der FRANK S.
stets
Handschuhe
zu tragen.
Der Dampf,
der durch
das Sicherheitsventil
und
den
Schornstein
abgeblasen
wird,
erreicht
die
gleiche
hohe Tempera-
tur. Augen und
Haut sind
vor Verbrti-
hungen
zu schr,itzen.
Es
werden
Schutzbrillen
empfohlen.
Um einen
Brand zu vermeiden,
sollte ein
Feu-
erloscher sofort
verftigbar sein,
wenn
immer die
Lok in Betrieb
ge-
nommen wird.
Auch nasse
Handtti-
cher oder ein
Eimer
voll Wasser soll-
ten als
Loschmittel
stets
greifbar
sein.
Betriebsrichtlinien
Alle mit Dampf betriebenen Modell-
bahnlokomotiven
erfordern eine be-
sonders sorgfiiltige Handhabung.
lhre
einwandreie Funktion hdngt
von
vielen duBeren
Umstdnden ab,
zum Beispiel
von der
Jahreszeit
(Temperatur)
oder der Art der An-
lage
(ebene
Strecke
oder
viele
Stei-
gungen
und GefAlle).
Betriebspraxis
Obgleich
jede
Dampflok
im
Aster-
Werk
geprtift
wird und
unter norma-
len
Gegebenheiten
ihre
einwandf-
reie Funktion
gewAhrleistet
ist,
soll-
ten Sie
die Bedienung
der FRANK
S. erst auf ebener
Strecke wdhrend
einer Einfahrzeit
von
mindestens
2
Stunden etwas
riben. Es ist
wichtig,
zu lernen, wie
Drosselventil,
Gaszu-
frihrung
und
Umkehrhebel zu
bedie-
nen sind,
um ein richtiges
Fahrver-
halten
der Lok
auf ebener
Strecke
zu erreichen,
bevor
der Versuch
ge-
macht wird,
die FRANK
S. auf
Stei-
gungen
oder mit Funkfernsteuerung
zu betreiben.
Sie kdnnen
den Betrieb
der FRANK
S. auch
auf einem "Prrlfstand"
0ben.
Ein
einfacher Prtifstand
erfordert le-
diglich
ein Aufbocken
der Lok
auf
stabile Klotze
(2.8.
Ziegelsteine)
in
der Art,
daB die Rdder
sich frei
dre-
hen
konnen.
Uberprtifung
lhrer
Anlage
lhre Anlage
sollte keinerlei
Steigun-
gen
oder
Gefdlle
von
mehr als
3
o/o
haben. Die
FRANK
S.
wird
auf Stei-
gungen
von
mehr als 3
%
zu lang-
sam werden
bzw. auf einem
ent-
sprechenden Gefdlle im
gefdhrli-
chen MaBe zu
schnell werden.
Um
Entgleisungen
zu vermeiden,
ist
die FRANK
S.
fur
eine lanqsamere
Geschwindigkeit ausgelegt]
als an-
dere Live
Steam-Loks. Trotzdem ist
zu
beachten, daB die Lok in
einer
scharfen Kurve
direkt nach
einem
GefAlle bei zu
schneller Abwdrts-
fahd
entgleisen kann. Bei Bergfahrt
durch eine
scharfe Kurve kann
die
FRANK
S. unter
Umstanden ste-
henbleiben,
wenn
sie einen
schwe-
ren Zug
zu ziehen hat,
oder wenn
der Dampfdruck zu
gering
ist.
Sie mrissen
unter Umstanden
lhre
Gleisftihrung durch
entsprechendes
Probieren
so lange indern,
bis ein
einwandfreier Fahrbetrieb
mit
der
FRANK
S. moglich ist.
Auf Wind
achten
Wenn
es sehr windig
ist, sollte
die
FRANK
S. nicht
eingesetzt werden.
Wenn
der Wind mit
einer Geschwin-
digkeit von mehr
als 20 m/Sek.
bleist,
kann
es schwierig
werden,
den
Brenner
zu z0nden.
Durch
Ablenken
der
Brennerflamme
wird im Kessel
moglicherweise
weniger
Dampf
er-
zeugr.

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