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Lutz B70V - 8 Explosionsgeschützte Pumpwerke; Allgemeines; Besondere Bedingungen; Potentialausgleich und Erdung

Lutz B70V
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12
de
0698-050 B70V/B70V-SR - 04/19
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Die Exzenterschnecken-Fasspumpen Typ B 70V dienen
der Förderung entzündbarer Flüssigkeiten aus ortsbe-
weglichen Gefäßen, die zu den Explosionsgruppen IIA
und den Temperaturklassen T1 bis T4 gehören.
Der außenliegende Teil des Pumpwerks zwischen Saug-
önung und Druckstutzen entspricht Kategorie 1.
Der außenliegende Teil des Pumpwerks zwischen Druck-
stutzen und Verbindungsteil für einen Antriebsmotor
und der innenliegende Teil des Pumpwerks bei GLRD-
Ausführungen (bei bestimmungsgemäßer Förderung
durch die geförderte Flüssigkeit bedeckt) entspricht
Kategorie 2.
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Beim Einsatz der Fasspumpe müssen sich alle am Ver-
bindungsteil zusätzlich angebrachten Bauteile (Kupp-
lung, Getriebe, Antriebsmotor usw.) außerhalb des
ortsbeweglichen Behälters benden. Dabei müssen die
Anforderungen gemäß Gerätegruppe II (Unterteilung II
A), Kategorie 2, Temperaturklasse T4 erfüllt werden.
Es ist sicherzustellen, dass nur ein Stator aus dem Werk-
sto PTFE eingebaut wird.
 Die Baugröße 75.1 darf nicht zum Fördern
entzündbarer Flüssigkeiten eingesetzt werden.
Der Antriebsmotor (elektrisch oder mit Druckluft ange-
trieben) darf eine Leistung von 1,0 kW und eine Dreh-
zahl von 900 1/min nicht überschreiten.
Die Fasspumpe darf nicht ortsfest eingesetzt werden.
Der Betrieb der Pumpe ist während des Pumpvorgangs
so zu überwachen, dass Trocken- und Leerlaufphasen
auf das betrieblich unbedingt notwendige Minimum
beschränkt bleiben.
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Vor Inbetriebnahme der Pumpe ist unbedingt der
Potentialausgleich im System Pumpe - zu entleerendes
Behältnis - zu befüllendes Behältnis - herzustellen.
Gleiches Potential zwischen Pumpe und zu entlee-
rendem Behältnis erreicht man durch Anklemmen des
Potentialausgleichskabels (Bestell-Nr. 0204-994). Zur
besseren Leitfähigkeit sind Farbe und Schmutz an den
Klemmstellen zu entfernen.
Eine leitfähige Verbindung zwischen zu entleerendem
und zu füllendem Behältnis wird durch einen leitfähigen
Untergrund (z.B. leitfähige Roste) sichergestellt.
Ein gut leitfähiger Übergang zwischen Behältnis und
Erdpotential muss ebenfalls vorhanden sein.

(1) Potentialausgleichskabel, (2a) leitfähiger Untergrund
oder Anschluss eines Potentialausgleichskabels an
beiden Fässern, (2b) galvanische Verbindung (geringer
Übergangswiderstand zur Erde), (3) leitfähiger
Schlauch, (4) leitfähige Verbindung von Schlauch und
Schlauchstecker, (5) Pumpwerk Kategorie 1/2, (6)
explosionsgeschützter Motor
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In jedem Fall muss der an dem Druckstutzen der
Fasspumpe angeschlossene Schlauch - hinsichtlich
elektrostatischer Auadungen - ausreichend elektrisch
leitfähig sein.
Der ohmsche Widerstand zwischen den Armaturen
- in diesem Fall zwischen Pumpwerk und Zapfpistole
- darf je nach Schlauchtype einen Grenzwert nicht
überschreiten.
1. Kennzeichnung des Schlauches mit dem Symbol "M"
Grenzwert 10
2

2. Kennzeichnung des Schlauches mit dem Symbol ""
Grenzwert 10
6

Die Schlaucheinbindung muss einen gut leitfähigen
Übergang zwischen Schlauch und Pumpwerk sowie
Schlauch und Zapfpistole sicherstellen.
Ist dies ausnahmsweise nicht der Fall, so ist die
separate Erdung aller leitfähigen Teile (z.B. metallenes
Mundstück am Schlauchende) unbedingt erforderlich.
Das Einbinden von leitfähigen Schläuchen mit
Armaturen zu Schlauchleitungen verlangt die
Kennzeichnung und Prüfung nach DIN EN 12 115.

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