// BETRIEBSANLEITUNG
a. Einfahrt
Wenn ein Jugendlicher aus der Einfahrt fährt und von einem Auto angefahren wird, nennt man
das einen Rideout-Unfall.
Was kannst du tun? Zuerst musst du dir der Gefahr deiner eigenen Hofeinfahrt bewusst sein.
Wenn die Sicht auf und für vorbeifahrende Autos z.B. durch Sträucher oder Bäume behindert
ist, schneide diese zurück. Wenn es die örtlichen Gegebenheiten erlauben parke dein Auto
direkt vor der Hofeinfahrt. Auf diese Weise kann dein Kind die Einfahrt als Grenze oder auch
als Startpunkt in den Straßenverkehr wahrnehmen. Aber das Wichtigste ist, bringe deinem Kind
die verkehrssicheren Verhaltensregeln an der Einfahrt bei. Gehe gemeinsam mit deinem Kind
an die Einfahrt und lasse es die folgenden Schritte üben:
1) Halte an, bevor du die Straße betrittst.
2) Schaue nach links, rechts und links nach dem Verkehr.
3) Wenn die Fahrbahn frei ist, kannst du auffahren.
b. Verhalten an einem Stoppschild
Wenn ein Radfahrer ein Stoppschild übersieht, können Auto-/Fahrradunfälle passieren. Die
meisten Radfahrer, die Stoppschilder überfahren, wissen, dass sie anhalten hätten müssen.
Vielleicht waren sie abgelenkt oder sie haben sich gedacht, dass es diesmal in Ordnung sei
nicht zu stoppen. Wichtig für dein Kind ist jedoch zu wissen, auch wenn auf den ersten Blick
kein Verkehr zu sehen ist, muss am Stoppschild angehalten werden, schauen allein reicht
hier nicht. Denn gerade an Stoppschildern passieren sehr häug Unfälle und sie sind damit
potenzielle Gefahrenstellen.
Was kannst du tun? Bringe dein Kind zu einem Stoppschild in der Nähe deines Zuhauses.
Erkläre ihm was es bedeutet, indem du die folgenden Punkte hervorhebst:
1) Halte grundsätzlich an allen Stoppschildern an, unabhängig davon ob Verkehr vorherrscht
2) Schaue in alle Richtungen nach dem Verkehr.
3) Achte auf entgegenkommende Autos, die nach links abbiegen.
4) Achte auf die Autos hinter dir, die rechts abbiegen.
5) Warte, bis der Querverkehr vorbei ist.
6) Fahre erst weiter, wenn alles frei ist und du sicher bist.
Möglicherweise musst du auch deine Fahrgewohnheiten ändern. Dein Kind kann diese Lektion
nur verstehen und umsetzen, wenn du dich selbst an diese Regeln hältst. Um deines Kindes
willen, halte an den Stoppschildern.
c. Abbiegen ohne Handzeichen
Eine weitere häuge Unfallursache sind Radfahrer die unerwartet nach links abbiegen. Sie
geben weder Handzeichen, noch schauen sie sich nach dem Verkehr um. Gerade der entschei-
dende Blick nach hinten wird gerne vernachlässigt. Hätte der Radfahrer geguckt, hätte er die
Gefahr von hinten gesehen.
Was kannst du tun? Natürlich solltest du deinem Kind beibringen, nicht über belebte Straßen
zu fahren - zumindest solange, bis das Kind eine Fahrradprüfung absolviert hat und alt genug
ist, um allein am Verkehr teilzunehmen. In der Zwischenzeit kannst du deinem Kind beibringen,
immer zu schauen und Handzeichen zu geben, bevor es nach links abbiegt. Ein großer Teil die-
ser Lektion besteht darin, dem Kind beizubringen, wie man nach hinten schaut, ohne dabei zu
straucheln oder zu schlenkern. Gehe mit deinem Kind auf einen Spielplatz oder einen anderen
verkehrsberuhigten Bereich, um das Fahren entlang einer geraden Linie zu üben. Stelle dich
daneben. Wenn dein Kind an dir vorbeigefahren ist, rufe seinen Namen und halte immer eine
andere Anzahl an Fingern hoch, die es benennen soll. Nach 15 Minuten Übung sollte ein Zehn-
jähriger in der Lage sein, hinter sich zu schauen und die Anzahl der Finger, die man hochhält
erkennen, ohne von der Linie abzuschweifen.