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Rossi TX Series - Einstellung des Bremsmoments (HBF 160 S); Elektrische Aufstellung; 7 Verbindungen; Motoranschluss

Rossi TX Series
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Rossi
DE
EN
TX11 Betriebsanweisungen − UTD.164.06-2012.00_DE_EN
triebselemente durch Halb-Passfeder vorbeugend ausgewuchtet werden.
Vor einem etwaigen Lauftest ohne Antriebselemente die Passfeder sichern.
6.2 Einstellung des Bremsmoments (HBF 160S)
Normalerweise sind die Motoren mit einem Bremsmoment bei 0,71 fach
des maximalen Bremsmoments Mf
max
(s. Tab. 4) mit einer Toleranz von ±
18%. Für eine korrekte Anwendung soll das Bremsmoment je nach den Ei-
genschaften der angetriebenen Maschine eingestellt werden.
Für allgemeine Anwendungen ist es normalerweise empfohlen, das Brems-
moment zu ungefähr zweifachem des Nenndrehmoments des Motors ein-
zustellen.
Auf jeden Fall muss das Bremsmoment innerhalb der Typenschildwerte
umgefasst sein. Wenn das Bremsmoment zu einem kleineren Wert geeicht
wird als der minimale Typenschildwert, können unkonstante und durch die
Temperatur, den Betrieb und die Verschleissbedingungen stark eingefl osse-
ne Bremsungen stattfi nden. Wenn das Bremsmoment zu einem höheren
Wert als dem Höchstwert des Typenschilds geeicht wird, können fehlendes
oder nur partielles Bremslüften mit folgenden Vibrationen und Überhitzun-
gen des Elektromagnets und eventuell des Motors und mechanische Über-
belastungen stattfi nden, die die Lebensdauer der Bremse und des Motors
beeinträchtigen können.
Das Bremsmoment ist der Kompression der Feder 17 direkt proportional
und kann durch die Sperrmütter 44 geändert werden, wobei alle Federn
gleichmäßig komprimiert werden müssen (s. Abb. 10a).
Für die Einstellung Tab. 4 betrachten, die die Federlänge je nach Bremsmo-
ment-Prozent (Mf %) verglichen mit dem max Wert Mf
max
angegeben sind.
Wichtig: Resultierende Werte können vom gewünschten Wert leicht abwei-
chen. Deswegen ist es empfohlen, resultierenden Ist-Wert durch einen auf
die antriebsseitige Motorwelle eingeführten Momentsschlüssel nachzuprü-
fen.
Vor der Inbetriebnahme den Motor mit Bremsabdeckung wieder schliessen.
6.3 Elektrische Aufstellung
Kontrolle des Isolationswiderstands.
Vor der Inbetriebnahme und nach langen Stillstandzeiten oder Liegezeiten
am Lager ist die Messung des Isolationswiderstands zwischen Wicklungen
und zwischen Wicklungen und Masse durch geeignetes Gs-Gerät (500 V)
notwendig.
Achtung! Keine Klemmen während und sofort nach der Mes-
sung berühren: Klemmen spannungsführend!
Der Isolationswiderstand, mit Wicklung bei Temperatur +25 °C ge-
messen, muss nicht kleiner als 10 für neue Wicklung, als 1 MΩ (EN
60204) für Wicklung einer seit Langem arbeitenden Maschine sein.
Kleinere Werte weisen Feuchtigkeit bei den Wicklungen auf: Trocknen las-
sen! (durch warme Luft oder durch Drehstromspannung nicht höher als 10%
der Nennspannung auf den Wicklungen anwenden).
Bei voraussichtlich längeren Überbelastungen oder Hemmgefahr müssen
geeignete Motorschutzschalter, elektronische Drehmomentbegrenzer oder
andere gleichwertige Schutzvorrichtungen eingebaut werden.
Bei Betrieb mit hoher Einschaltzahl unter Last den Motor mit (integrierten)
Thermofühlern schützen: das Thermorelais müsste auf einen Wert über
dem Motornennstrom eingestellt werden und ist daher ungeeignet.
Wenn der Anlauf im Leerlauf (bzw. mit sehr geringer Belastung) erfolgt und
wenn ein sanfter Anlauf, geringer Anlaufsstrom und mäßige Beanspruchun-
gen gefordert werden, so ist ein Anlauf mit reduzierter Spannung anzuwen-
den (z.B. Y-∆-Einschaltung, mit Autotransformator, mit Frequenzumrichter,
usw.).
Vor dem elektrischen Anschluss ist zu überprüfen, dass die Versorgung den
auf Typenschild angegebenen Daten für Motor, Bremse und etwaigen Hilfs-
ausrüstungen entspricht; dabei sich auf Kap. 7 und auf etwaige zusätzliche
Hinweise dieser Anweisungen beziehen.
Zum Schutz vor Überhitzungen bzw. übermäßigem Spannungsabfall an den
Motorklemmen sind Kabel geeigneten Querschnitts anzuwenden.
Die metallischen Teile der Motoren, die normalerweise nicht span-
nungsführend sind, müssen durch ein Kabel geeigneten Quer-
schnitts und bei der Anwendung einer im Klemmenkasten zweck-
mäßig gekennzeichneten Klemme fest erdgeschaltet werden.
Um jede Änderung des auf dem Typenschild angegebenen Schutzgrads zu
vermeiden, den Klemmenkasten schliessen, wobei die Dichtung korrekt po-
sitioniert wird und alle Befestigungsschrauben zugeschraubt werden.
Für Aufstellungen in Umgebungen mit häufi gen Wasserspritzen wird emp-
fohlen, den Klemmenkasten und den Eingang der Kabelverschraubung mit
Dichtmasse zu dichten.
Der Drehsinn ist im Uhrzeigersinn (von der Antriebsseite gesehen), wenn
die Verbindungen laut Abb. 1 ausgeführt sind.
Entspricht die Drehrichtung nicht den Vorgaben, sind zwei Phasen der Ver-
sorgungsleitung zu vertauschen. Bei Einphasenmotor sind die Anweisungen
in Abb. 2 zu folgen.
Bei Ein- und Ausschaltung von Motorwicklungen hoher Polarität ( 6 Pole)
können gefährliche Spannungsspitzen stattfi nden. Geeignete Schutzaus-
stattungen (z.B.: Varistoren oder Filter) am Versorgungsnetz vorsehen.
Bei Frequenzumrichtern sind einige Vorsichtsmaßnahmen bez. Spannungs-
spitzen (U
max
) und -gradienten (dU/dt), die während dieser Versorgungsart
generiert werden, erforderlich; die Werte nehmen bei der Erhöhung der
Netzspannung U
N
, der Motorgröße, der Kabellänge zwischen Frequenzum-
richter und Motor und bei der Verschlechterung der Frequenzumrichterqua-
lität zu.
Bei Netzspannungen U
N
> 400 V, Spannungsspitzen U
MAX
> 1000 V, Span-
nungsgradienten dU/dt > 1 kVμs, Versorgungskabel zwischen Frequenzum-
richter und Motor > 30 m müssen die Motoren durch geeignete auf Ver-
sorgungslinie zwischen Frequenzumrichter und Motor zu montierende Filter
versorgt werden (den Hersteller des Frequenzumrichters rückfragen).
Anweisungen für die Aufstellung nach der Richtlinie «Elektromagneti-
sche Kompatibilität (EMC)» 2004/108/ EG.
Die über Netz versorgten und in Dauerbetrieb funktionierenden asynchro-
nen Drehstrommotoren sind nach den Normen EN 50081 und EN 50082.
Keine Schirmungen notwendig. Das gilt auch für den Motor des etwaigen
Fremdlüfters.
Bei Aussetzbetrieb müssen die eventuellen Störungen der Einschaltvorrich-
tungen durch geeignete Verkabelungen (die vom Vorrichtungshersteller an-
gegeben werden sollen) beschränkt werden.
Mit Gs-Bremsmotor (HBZ, HBV, HBVM-Motoren), RN1, RR1 ... RR8- Gleich-
richtern kann die Gruppe Gleichrichter-Bremsspule nach der EN 50081-1
(Störungsgrenze für Ziilumgebungen) und nach der EN 50082-2 (Immunität
für industrielle Bereiche) sein, und zwar durch den Parallelanschluss zu der
Gleichrichterwechselversorgung eines Kondensators oder eines Filters zur
Störbeseitigung (für die Eigenschaften, bitte rückfragen).
Bei separater Bremsversorgung müssen die Versorgungskabel der Bremse
separat von den Leistungskabeln gehalten werden. Die Bremskabel dürfen
ausschließlich mit geschirmten Leistungskabeln zusammengehalten wer-
den.
Bei durch Frequenzumrichter versorgten Motoren müssen die Verkabelungs-
anweisungen des Herstellers beachtet werden.
Bei Drehgeberausführung sind folgende Punkte zu beachten: die elektroni-
sche Kontrollkarte dem Drehgeber so nah wie möglich aufstellen (und weit
entfernt vom etwaigen Frequenzumrichter oder, wenn nicht möglich, den
Frequenzumrichter wirksam schirmen); immer abgeschirmte Erdschlusska-
bel bei beiden Enden anwenden; die Signalkabel des Drehgebers müssen
separat von den Steckverbindern liegen (s. auch die entsprechend beiliegen-
den Motoranleitungen).
7. Verbindungen
7.1. Motoranschlüsse
Den Motoranschluss nach den Schemen von Abb. 1 ...4.
Bei Motorgr. 160S: Vor der ersten Mo-
torverbindung auf die Sollbruchstellen des
Klemmenbretts bewirken, um den Eintritt
der Kabel zu erlauben (s. Abb.); jeden mög-
lichen Fragment vom Klemmenkasten
sorgfältig entnehmen; die Schutzart des
Motor durch Befestigung der (nicht gelie-
ferten) Kabeldichtungen mit Gegenmutter
durch die Anwendung von den mitgeliefer-
ten Dichtungen rückstellen,
Bei Motorgrößen 160M die mitgelieferten Kabeldichtungen anwenden.
7.2. Bremsanschluss (Gleichrichter) HBZ, HBV (HBVM)
Bei Motoren mit Einzelpolarität ist der Gleichrichter bereits am Motorklem-
menbrett angeschlossen. Bei normalen Anwendungen kann der Motor so-
fort ohne weitere Verbindungen zur Bremsversorgung in Betrieb genommen
werden.
Bei zweifach-polumschaltbaren Motoren, bei durch Frequenzumrich-
ter angetriebenen Motoren und bei Hebevorrichtungen mit absteigenden
Bremsungen mit Last ist es notwendig, den Gleichrichter mit zweckmäßig
geeigneten Kabeln separat zu versorgen (für Hebevorrichtungen ist es not-
wendig, die Gleichrichterversorgung auch auf GS Seite zu öffnen). S. An-
weisungen von Abb. 5.
Die Versorgungsspannung des Gleichrichters muss immer der des Motorty-
penschilds entsprechen.
Bei Bremse mit Mikroschalter (HBZ-Motor, Code «,SB» oder «,SU» auf Ty-
penschild) s. Schaltpläne laut Abb. 7.
7.3. HBF-Bremsanschluss
Bei Motorgr. 160S: Bremsspule standardmäßig ausgerüstet für Brems-
versorgung direkt aus Motorklemmenbrett mit Y-Motoranschluss (Brems-
spule schon mit dem Hilfsklemmenbrett Y-angeschlossen: den Anschluss
bei ∆-Motorversorgung oder bei separater Versorgung mit ∆-Spannung mo-
difi zieren).
Bei Motorgr. 160M: auf dem Bremshilfsklemmenbrett den Anschluss der
gewünschten Bremsspule (Y oder ∆) realisieren und die (separat gelieferten)
Drahtbrücken ordnen.
In beiden Fällen, vor der Inbetriebnahme, das Hilfsklemmenbrett mit dem
Motorklemmenbrett oder mit der externen Linie anschliessen.
Bei zweifach polumschaltbaren Motoren und den durch Frequenzumrich-
ter angetriebenen Motoren ist es notwendig, die Bremse mit zweckmäßig
geeigneten Kabeln separat zu versorgen.
S. Anweisungen von Abb. 9.
Die Versorgungsspannung des Gleichrichters muss mit der auf dem Typen-

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