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Heizen in der Übergangszeit
Überprüfen, ob ausreichend Schornsteinunterdruck vorliegt ("Zugprobe")
Der Kamin benötigt zum Ansaugen der Verbrennungsluft und zum Abfüh-
ren der Rauchgase ausreichend Schornsteinunterdruck. Dieser wird mit
steigenden Außentemperaturen immer geringer. Bei Außentemperaturen
über 10 °C sollte der anliegende Schornsteinunterdruck vor dem Anzünden
geprüft werden (vgl. Abbildung).
Einstellung der Drosselklappe
Wird vom Fachbetrieb eine Drosselklappe
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eingebaut, so öffnen Sie diese
beim Anheizen vollständig. Bei Heizbetrieb, abhängig vom Schornsteinunter-
druck, die Drosselklappe bis zu 2/3 schließen.
Luftzufuhr zum Aufstellraum
Für den Betrieb der Feuerstätte muss die für den Abbrand erforderliche
Verbrennungsluftmenge zur Verfügung stehen. Sorgen Sie bereits vor dem
Anheizen für ausreichende Luftzufuhr. Soweit vorhanden, Außenluftklappe
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Die Drosselklappe ist im Rauchrohr-Verbindungsstück zwischen Heizkamin und Schornstein eingebaut und dient zur Regulierung des Schornsteinzuges.
öffnen und über den gesamten Abbrandzeitraum offen halten. Einrichtungen
zur Verbrennungsluftversorgung dürfen Sie nicht verändern.
Bauliche Veränderungen am Gebäude
Werden im oder am Gebäude Veränderungen geplant und vorgenommen,
können die Bedingungen für einen sicheren und bestimmungsgemäßen
Betrieb der Feuerstätte erheblich gestört werden. Die Voraussetzungen für
einen sicheren Betrieb der Feuerstätte müssen daher bei Veränderungen von
einem Fachmann geprüft werden.
Solche Veränderungen können z. B. sein:
• Einbau einer weiteren Feuerstätte
• bauliche Veränderungen des Schornsteins
• Einbau oder Umbau von Lüftungsgeräten, z. B. Dunstabzugshaube, WC-
oder Bad-Entlüfter, kontrollierte Be- und Entlüftung
• Einbau oder Umbau von entsprechenden Haushaltsgeräten, z. B. Abluft-
Wäschetrockner, zentrale Staubsaugeranlage
• Veränderungen an der Gebäudedichtheit, z. B. durch Einbau neuer Fenster
oder Türen, Dämmung von Dachflächen, Vollwärmeschutz
Feuerraumauskleidung
Wichtig: Einzelne Risse in der Feuerraumauskleidung "Schamotte" sind kein
Grund zur Beunruhigung.
Die Schamottebauteile werden passgenau für alle Feuerräume gefertigt.
Die vorgebrannten Schamottesteine schützen den Stahlkorpus, haben
dämmende Eigenschaften und sind ein wesentlicher Bestandteil der emis-
sionsarmen Brennkammerausführung "green".
Im Betrieb kann es aufgrund thermischer Wechselbelastung und mechani-
scher Stöße beim Nachlegen zu Haarrissen kommen. Dies ist eine normale
Materialeigenschaft, unbedenklich und kein Reklamationsgrund.
Was nicht sein darf, sind Materialablösungen oder deutliche, sternförmige
Risse in mehreren Ebenen.