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2.3 Schmierung und Kühlung
Die Gabeln können verschiedene Technologien für die Schmierung
und die Kühlung anwenden.
In den Systemen Open Bath (offenes Bad) ist, dass im
Holm vorhandene Öl, ein wesentliches Element für den
hydraulischen Betrieb und übt alle Schmier- und Kühlfunktionen
der inneren Gleitteile aus. Außerdem stellt das Ölvolumen ein
weiteres Einstellelement dar und ermöglicht die Änderung der
Progressionsstufe des Federungssystems, wenn es innerhalb
des empfohlenen Bereichs geändert wird. Im Vergleich zu den
Systemen mit versiegelten Kartuschen ermöglicht das System
Open Bath die Reduzierung der Schmiervorgänge vom Außenteil
der Gleitelemente.
Das System Open Bath sichert eine optimale Schmierung
seit dem ersten Einfedern der Gabel unter allen Einsatz- und
Klimabedingungen.
Bei den Systemen mit geschlossener Kartusche erfolgt die
Schmierung der Gleitteile mit speziellem Fett oder Öl. Das
Schmieröl der Gabeln erlaubt keine Einstellung, deshalb muss die
werksseitig vorgegebene Menge absolut eingehalten werden.
Die beste Schmierung erfolgt während des Gebrauchs, wenn durch die
Beanspruchungen und die Eintauchvorgänge der Gabel das Öl vom
Boden des Holms bis zu den zu schmierenden Buchsen gelangt.
2.4 Führungsbuchsen und Dichtringe
Die Führung der Standrohre in den Gleitrohren besteht aus zwei
Buchsen mit Belag aus Tefl on® ohne Anlaufreibung.
In den Gabeln 44, 350, 55, 380, 888, 320, Corsa und Marathon
wurde die hohe Gleitfähigkeit der Bomber-Modelle dank des
Gebrauchs von neuen geschlitzten Buchsen und Dichtungen mit
einem Reibungskoeffi zient niedriger als 30%, die eine enorme
Langlebigkeit besitzen, im Vergleich zu früher enorm gesteigert.
Diese Eigenschaft erlaubt auch eine spürbare Reduzierung
der Toleranzen zwischen Holm und Gleitrohren. Die neuen
geschlitzten Buchsen erleichtern die Schmierung und erlauben so
unvergleichbar gutes Gleiten.
Am oberen Ende des Monoliths befi ndet sich eine Dichtungseinheit,
die aus einem speziellen Dichtring und aus einem Staubabstreifer
besteht. Die Dichteinheit verhindert den Ölaustritt und die
Eindringung von Schadstoffen in den Schmierstoff und in die
hydraulischen Kartuschen.
3. INSTALLATION
3.1 Montage am Rahmen
Die Gabel wird mit einem Steuerrohr vom Typ “A-Head Set” geliefert,
der zugeschnitten werden muss, um ihn an die Maße des Rahmens,
an dem er montiert werden soll, anzupassen.
ACHTUNG!
Die Montage des Federungssystems setzt eingehende
Kenntnisse, geeignete Instrumente und Erfahrung voraus.
Eine allgemeine mechanische Geschicklichkeit kann sich für
die vorschriftsmäßige Montage des Federungssystems als
ungenügend erweisen. Es empfi ehlt sich, die Montage des
Federungssystems ausschließlich von einem autorisierten
Fachhändler durchführen zu lassen. Eine nicht korrekte
Montage kann zu Schäden am Marzocchi-Federungssystem
und zu Unfällen mit Verletzungs- oder Todesfolge führen.
Das Übermaß des Rohrs auf der Basis und das Spiel zwischen Rohr
und Rahmen sind besonders kritische Faktoren für die Sicherheit
des Benutzers. Aus diesem Grund dürfen Wartung und Installation
ausschließlich in einer autorisierten Werkstatt durchgeführt werden,
die über die speziellen Ausrüstungen und Kenntnisse verfügt.
SIEHE
Die Haftfl ächen sind mit einem Schutzfi lm versehen, der vor der
Benutzung entfernt werden muss.
SIEHE
Bei der Montage der Lenkerfernbedienung für die Gabelblockade
ist darauf zu achten, dass immer eine Kabelhülle mit dem gleichen
Durchmesser, wie beim Original durch Marzocchi geliefert,
zum Einsatz kommt. Eine Kabelhülle, wie sie bei Bremsen zur
Verwendung kommt, ist nicht geeignet.
3.1.1 Montage von Doppelbrückengabeln an einen Bike Rahmen
ACHTUNG!
Bei den Marzocchi Modellen mit doppelter Gabelbrücke wird
die untere Gabelbrücke mit Schrauben an den Standrohren
befestigt. In diesem Fall müssen bei der Montage die
folgenden Hinweise beachtet werden.
In Gabeln mit doppelter Gabelbrücke muss der untere Teil der
unteren Gabelbrücke über den Einschnitt MIN der Standrohren
positioniert werden, oder allenfalls nicht mehr als 2 mm über den
Referenzeinschnitt.
Der Abstand zwischen dem aufgepumpten Reifen und der
Unterseite der unteren Gabelbrücke muss bei Gabel am
Endanschlag mindestens 4 mm betragen.
Die maximale Länge des Steuerrohrs zwischen den zwei
Gabelbrücken (siehe Abbildung 2A) muß innerhalb der Werte H
min und H max eingeschlossen, wie in der Tabelle 3 angezeigt.
A
H
Abbildung 2 - Montage von Gabeln mit doppelter Gabelbrücke am Rahmen: (2A) Länge des
Lenkerrohrs zwischen den Gabelbrücken.
Gabel H min H max
380 92 mm 148 mm
888 109 mm 160 mm
Tabelle 3 - Länge des Lenkerrohrs zwischen den Gabelbrücken
3.1.2 Montage einer Federgabel mit Steuerrohr aus Karbon
an einen Fahrradrahmen
ACHTUNG!
Es handelt sich um ein Bauteil aus Karbon bestehend aus
Steuerrohr und Gabelbrücke. Jeder Versuch es zu ändern oder
modifi zieren, könnte zu schweren, wenn nicht sogar tödlichen
Verletzungen führen. Um die korrekte und richtige Verwendung
sicherzustellen, sollte das Teil von einem qualifi zierten
Fahrradmechaniker eingebaut werden und zusätzlich sollten
folgende Maßnahmen berücksichtigt werden:
Sichtkontrolle vor und nach jeder Benützung.
Es dürfen keine Verschleißerscheinungen, Abnutzung, Kerben
oder Bruchstellen im Steuerrohr -Gabelbrückenbauteil aus
Karbon vorhanden sein. Sollte das der Fall sein, darf das Teil nicht
verwendet werden und muss umgehend ersetzt werden.
Es darf ausschließlich eine 39.8mm Steuersatz Schale verwendet
werden. Die Karbon Oberfl äche darf bei der Montage und
Demontage der Steuersatz Schale nicht beschädigt werden.