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Access VIRUS CLASSIC
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184
Mit den beiden externen Audio-Eingängen wird der Virus zu einem kreativen Effektgerät und Signal-
prozessor. Externe Signale können mit Filter-, Gate- und LoFi-Effekten belegt werden, in die Virus-
Effektsektion geleitet werden und als Modulationsquelle für Frequenz- und Ringmodulation dienen.
Interne oder externe Signale können zudem als Quellen für den integrierten Vocoder des Virus
dienen. Der Vocoder arbeitet mit bis zu 32 Filterbändern und bietet vielfältige Eingriffs- und Modula-
tionsmöglichkeiten.
Die drei Haupt-Oszillatoren können 66 Wellenformen wiedergeben, davon drei dynamisch blendbar,
so dass bereits innerhalb eines Oszillators Spektralverläufe möglich sind, die in herkömmlichen
Synthesizern mehrere Oszillatoren verbrauchen würden. Die Synchronisation, Frequenzmodulation
und Ringmodulation zwischen Audio-Oszillatoren erzielt zusätzliche, komplexe Ausgangsspektren
für die nachfolgende Klangformung.
Die Filter lassen sich bereits innerhalb der Stimmen nach mehreren Verfahren in Reihe oder parallel
schalten. Bei Reihenschaltung der Filter ist die Sättigungsstufe zwischen den Filtern eingebettet, so
dass etwa die Übersteuerung einer Filterresonanz – innerhalb der selben Stimme! – erneut zu filtern
ist. Maximal sechs Filterpole (36 dB Flankensteilheit!) ermöglichen dabei extremste Klangfarbenein-
griffe.
Die LFOs bieten jeweils 68 stufenlos variierbare Wellenformen. Die LFOs können wahlweise
polyphon oder monophon schwingen, laufen also bei mehreren aktiven Stimmen des selben Klangs
auf Wunsch frei oder zueinander synchronisiert. Eine Vielzahl von Keyboard-Trigger-Möglichkeiten
erlauben es etwa, LFO-Wellenformen mit wählbarer Phasenlage zum Notenbeginn zu starten und/
oder nach Art einer Hüllkurve nur einmal zu durchlaufen. Die Geschwindigkeit der LFOs lässt sich
zur externen Midi-Clock synchronisieren.
Neben zahlreichen festen Modulationsverknüpfungen lassen sich über die Modulationsmatrix drei
Modulationsquellen mit bis zu sechs verschiedenen Modulationszielen verknüpfen. Als Modulation-
squellen stehen unter anderem die Hüllkurven, die LFOs, Velocity, Pitch-Bender, Aftertouch, Modu-
lationsrad und eine große Anzahl an MIDI-Controllern zur Verfügung. Als Modulationsziele sind alle
sinnvoll steuerbaren Klangparameter des Virus Classic wählbar.
Im Multimode stehen bis zu 16 Arpeggiatoren mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung,
welche sich ebenfalls zur Midi-Clock synchronisieren lassen.
Die Klänge und Effekte lassen sich an sechs Audio-Ausgängen abgreifen, die ebenso als drei
Stereo-Summen einsetzbar sind.
Neben seinen klanglichen Merkmalen soll der Virus Classic Sie vor allem in den Bereichen Bedi-
enung und Steuerung überzeugen. So besitzt er für die wichtigsten Synthesefunktionen jeweils
eigene Regler und Taster, während weitere Parameter per Data-Entry-Verfahren zu erreichen sind.
Diese Unterscheidung soll es Ihnen ermöglichen, trotz eines sehr kompakten und übersichtlichen
Bedienfelds auch komplexere Klänge zu entwickeln.

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