MIG-185CMT
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ANMERKUNG: Wenn der Plasmaschneider erstmals in Betrieb gebracht wird, ist es sinnvoll das Gas ca. 10
Sekunden durch die Leitungen fließen zu lassen, damit Verunreinigungen entfernt werden.
ANMERKUNG: Schneiden Sie das Werkstück schnell durch, damit weniger Hitze im Material entsteht und
es somit nicht verunstaltet wird.
ANMERKUNG: Nicht unnötig den Lichtbogen brennen lassen, da sich sonst der Verschleiß der Düse,
Elektrode und des Diffusors erhöht.
ANMERKUNG: Düsen und Elektroden in schlechtem Zustand müssen ersetzt werden.
ANMERKUNG: Die Düse und Elektrode müssen sich vor der Arbeit immer im guten und sauberen Zustand
befinden. Das Loch in der Düse muss frei und sauber sein, es darf sich auch keine Schlacke darauf
befinden. Reinigen Sie schmutzige Düsen und Elektroden mit dem beigelegten Schlackenhammer mit
Bürste.
SCHWEIßTIPPS
Edelstahlschweißen
Beachten Sie, dass beim Schweißen von Edelstahl unbedingt saubere Gase (z. B. Argon) verwendet werden
müssen. Die Einstellung des Schweißstroms kann wie beim Stahlschweißen eingestellt werden.
Empfohlene Arten von Schutzgas:
Stahl: CO2, es ist auch möglich, Mischungen zu verwenden, z.B. 18% Argon und 82% CO2
MIG MAG SCHWEISSEN – WELCHER DRAHT?
Ein MIG Schweißdraht ist bei Lichtbogenschweißen unverzichtbar, denn dieser wird während des Schweißens in
die Konstruktion eingebracht und schafft dadurch eine starke Verbindung. MIG Schweißdrähte befinden sich auf
Drahtrollen und werden je nach Material, Rollen- und Drahtdurchmesser unterschieden. Bei der Auswahl des
richtigen MIG Schweißdrahtes müssen Sie die Materialzusammensetzung, die Qualität und den passenden
Drahtdurchmesser passend zum Schweißstrom beachten. In der Regel gilt, dass je dicker der Schweißdraht desto
stärkere Materialien können damit geschweißt werden. Besonders wichtig bei der Auswahl ist aber die
Materialzusammensetzung, welche von der Anwendung abhängig ist. Die passende Auswahl hängt vom Material
und Materialstärke ab, das Sie schweißen möchten. Es gilt die Regel, dass das Zusatz Material gleich als das
Material des Werkstückes ist. Dabei können Sie folgende Arten des Drahtes auswählen:
Massivdraht – Al
s Massivdraht werden Schweißdrähte wie Stahl und Edelstahl bezeichnet, welche ein Schutzgas
benötigen, um beim Schweißprozess eine Oxidation zu verhindern. Das Schutzgas garantiert einen stabilen
Lichtbogen und schützt das flüssige Schmelzbad vor dem Zutritt der Luft aus der Atmosphäre. Diese Variante wird
von mehr als 80 % der Nutzer verwendet, da dabei weniger Spritzer entstehen und die Nähte bessere Qualität
aufweisen, als jene die mit Schweißen ohne Gas erzeugt wurden. Massivdrähte sind auch schonender zum
Drahtvorschub im Gerät aufgrund ihrer höheren Säulenquerschnittsfestigkeit, sie sind auch steifer und verbiegen
sich nicht so leicht. Für das Schweißen mit Massivdraht wird eine Gasflasche, ein Manometer und eine
Drahtvorschubrolle mit V-Nut verwendet. Als Schutzgas wird bei Stahl (82% Argon und 18% CO2) und bei Edelstahl
(97,5% Argon und 2,5% CO2) verwendet.
Fülldraht / FLUX / Gaslos
er Draht - diese Drähte bestehen aus einem dünnen metallischen Mantel, der mit Pulver
gefüllt ist und mit Metallverbindungen geschichtet und dann zu einem Zylinder gewalzt, um den fertigen Draht zu
formen. Mit hohen Temperaturen erzeugt der FLUX Draht eine Atmosphäre mit Schutzgas, wodurch Sie für die
Nutzung keine Gasflasche noch Manometer brauchen. Der gefüllte Draht ist weicher als der Volldraht und verhält
sich beim Zuführen zum Schweißteil ähnlich wie Aluminiumdraht, was eine geringere Zuführsicherheit und ein
mögliches Quetschen des Drahtes beim Austritt aus dem Antrieb bedeuten kann. Für Fülldraht findet man spezielle
gerändelte Drahtvorschubrollen welche kleinen Zacken in der Nut besitzen, damit der Draht besser gegriffen wird
und damit eine bessere Zufuhr entsteht, mit der Zeit wird aber die Oberfläche des Schweißdrahtes langsam
anfressen, was zu Verstopfungen in der Drahtführung führen kann, darum kann auch eine U-Nut-Rolle für Fülldraht
verwendet werden, Dank welcher die man einer Verstopfung ausweicht zum Preis einer geringeren Zufuhrqualität.
Fülldrahtschweißen besitzt zum Vergleich mit Massivdraht die Vorteile, dass man kein Zubehör für Gas benötigt,
Sie können Arbeiten auch draußen erledigen, es gibt aber auch Nachteile, denn bei dieser Methode entstehen
mehr Spritzer, die Schlacke muss entfernt werden und die Qualität der Nähte ist schlechter als beim
Schutzgasschweißen. Für Fülldraht wird kein Schutzgas verwendet.