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Bearbeiten längerer Werkstücke mit Reitstock
und Körnerspitze (Fig. 12)
1. Zu diesem Zweck muß auf der rechten Seite des Werkstückes
eine Zentrierbohrung gebohrt werden.
2. Bei Bedarfdie rechte Stirnseite plandrehen.
3. Das Bohrfutter (Zubehör) in die Pinole 5einsetzen wie im Ka-
pitel "Bohrfutter einsetzen" beschrieben und einen Zentrier-
bohrer einspannen.
4. Klemmhebel 2lösen und den Reitstock 6mit Bohrfutter und
Zentrierbohrernah bis an die Stirnseite des Werkstückes fah-
ren. Klemmhebel 2wieder spannen.
5. Die Maschine einschalten und Zentrierbohrung mit Hilfe des
Pinolenvorschubs bohren. Dazu Handrad 3rechts am Reit-
stock drehen und mit der Pinole den Zentrierbohrer leicht in
das Werkstück schieben. Maschine ausschalten.
6. Die Pinole 5mit dem Handrad 3soweit zurückfahren, dass
sich der Konus des Bohrfutters löst. Das Bohrfutter wieder
gegen die mitlaufende Körnerspitze 1austauschen
7. Die mitlaufende Spitze 1, bzw.den Reitstock 6andas Werk-
stück heranfahren. Bitte beachten, dass der Klemmhebel 2
nach dem Heranschiebenandas Werkstück gespannt ist.
8. Die Pinole mit dem Handrad 3soweit zustellen, bis jegliches
Spiel eliminiert ist.
9. Die Pinole mit Hilfe der Rändelschraube 4blockieren.
Reparatur und Wartung
Reinigung
Achtung!
Bei allen Einstellungs- und Wartungsarbeiten stets Netzstecker
ziehen! Es besteht die Gefahr von schweren Verletzungen oder
Beschädigungen durch ein versehentliches Anlaufen des Gerä-
tes oder die Gefahr eines elektrischen Schlages!
1. Nach der Benutzung,Maschine von allen Spänen mit einem
Pinsel oder Handfeger gründlich reinigen. Keine Preßluft zur
Reinigung benutzen.
2. Alle beweglichen Teile, Spindeln und Führungen regelmäßig
schmieren, bzw.ölen!
Die äußere Reinigung des Gehäuses kann dann mit einem wei-
chen, eventuell feuchtem Tuch erfolgen. Dabei darfmilde Seife
oder eine anderes geeignetes Reinigungsmittel benutzt werden.
Lösungsmittel- oder alkoholhaltige Reinigungsmittel (z. B. Ben-
zin, Reinigungsalkohole etc.) sind zu vermeiden, da diese die
Kunststoffgehäuseschalen angreifen könnten sowie die Schmier-
mittel auswaschen.
Bitte beachten Sie:
Die Netzzuleitung darfnur von unserer Proxxon-Serviceabteilung
oder einer qualifizierten Fachkraft ersetzt werden!
Spiel der Führungen einstellen (Fig. 13)
Hinweis:
Auch
wenn die Führungen regelmäßig geschmiert, bzw.geölt
werden,
läßt es sich nicht vermeiden, dass sie verschleißbedingt
nach
einiger Zeit Spiel aufweisen.
Die
hier am Beispiel des Oberschlittens beschriebene Vorge-
hensweise
ist gleich für alle Führungen, daher gilt sie auch ana-
log
für die weiteren Führungen an Ihrer Drehmaschine. Des-
wegen
werden diese hier nicht separat behandelt. Stellen Sie die
Fü
hrungennach dem Motto ein: Gerade so "stramm" wie nötig,
aber
so leichtgängig wie möglich!
Bedenken
Sie: Werden Führungen zu eng eingestellt, bedingt
dies höhere Bedienkräfte sowie einen erhöhten Verschleiß!
1. Kontermuttern 1(Fig. 13) der Einstellschrauben 2für den
Oberschlitten 3mit einem Maulschlüssel 5lösen und etwas
aufdrehen.
2. Die Einstellschrauben2mit einem Innensechskantschlüssel
4gleichmäßig hineindrehen, bis das Spiel beseitigt ist.
3. Kontermuttern 1wieder anziehen. Dabei die Einstellschrau-
ben 2mit dem Sechskantschlüssel 5inihrer Position fest-
halten, damit sie sich nicht wieder verstellen.
4. Anschließend prüfen, ob sich der Support noch leichtgängig
verschieben läßt und ob er vollkommen spielfrei läuft.
Spiel der Handräder einstellen (Fig. 14):
Genau wie bei den Führungen auch, ist natürlich auch bei den
Handrädern Verschleiß während des Betriebs nicht zu vermei-
den, der dafür sorgt, dass das Umkehrspiel langsam, aber ste-
tig größer wird. Um dieses wieder zu minimieren, bitte vorgehen
wie folgt:
1. Handrad 1festhalten und Hutmutter 2lösen.
2. Handrad etwas nach rechts drehen
3. Hutmutter wieder anziehen und Handrad dabei festhalten.
Bedenken Sie auch hier:
Eine gänzliche Eliminierung des Umkehrspiels und eine zu
„stramme“ Einstellung ist bei den Handrädern nicht sinnvoll:
Werden die Handräder allzu eng eingestellt, bedingt dies auch
hier höhere Bedienkräfte sowie einen erhöhten Verschleiß!
Zubehör für die FD 150/E
Drehstahlsatz (Artikel 24524)
Der Inhalt des Drehstahlsatz wurde unter dem Kapitel "Drehstahl
auswählen" bereits vorgestellt.
Zahnkranzbohrfutter (Artikel 24152)
In das Bohrfutter können zum Herstellen von planseitigen Lö-
chern Bohrer von 0,5 bis 6,5 mm eingespannt werden.