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5.2 SSI Übertragungstechnik (RS422), Kabelspezifikation
Gefahr von Beschädigungen an der Folgeelektronik durch Überspannun-
gen, verursacht durch einen fehlenden Massebezugspunkt!
•
Fehlt der Massebezugspunkt völlig, z.B. 0 V der Spannungsversorgung
nicht angeschlossen, können an den Ausgängen dieser Schnittstelle
Spannungen in Höhe der Versorgungsspannung auftreten.
Es muss gewährleistet werden, dass zu jeder Zeit ein Massebezugs-
punkt vorhanden ist.
Bei der RS422-Übertragung wird ein Leitungspaar für die Signale Daten+ und Daten–
und ein Leitungspaar für die Signale Takt+ und Takt– benötigt.
Die seriellen Daten werden ohne Massebezug als Spannungsdifferenz zwischen zwei
korrespondierenden Leitungen übertragen.
Der Empfänger wertet lediglich die Differenz zwischen beiden Leitungen aus, so dass
Gleichtakt-Störungen auf der Übertragungsleitung nicht zu einer Verfälschung des
Nutzsignals führen.
Durch die Verwendung von abgeschirmtem, paarig verseiltem Kabel mit min.
0,25mm
2
, lassen sich Datenübertragungen über Distanzen von bis zu 500 Metern bei
einer Frequenz von 100 kHz realisieren.
RS422-Sender stellen unter Last Ausgangspegel von ± 2V zwischen den beiden
Ausgängen zur Verfügung, die Empfängerbausteine erkennen Pegel von ± 200mV
noch als gültiges Signal.