Messfunktionen
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3.7.2 Selektive FI-Schalter (Typ S + G):
Diese Messfunktion dient zur Überprüfung der Schutzmaßnahmen
„Fehlerstromschutzschaltung“ bei Verwendung von selektiven (kurzzeitverzögerten)
bzw. bedingt stoßstromfesten Fehlerstromschutzschaltern. Es können
Berührungsspannung, Erdungswiderstand bzw. Schleifenwiderstand und
Auslösezeit mit Nennfehlerströmen von I
∆N
10, 30, 100, 300 oder 500 mA
gemessen werden (bei U
L-PE
< 152 V nur 10, 30, 100 mA).
Für die Messung gelten dieselben Regeln und Hinweise wie unter Punkt 3.7.1
beschrieben. In der Folge sind daher nur die Unterschiede zur Prüfung von
Standard FI-Schutzschaltern erläutert.
Messvorgang:
L
1
= braun
L
2
= schwarz
L
3
= violett
Gerät
Kennung
L3
L1
L2
L
2
L
1
L
3
N
P
E
(PEN)
L3
L1
L2
Gerät
Gerät
M
Anschluß bei Verwendung einer Sonde
Sonde
FI
R
B
> 20m
R
A
Überlastfähigkeit beachten und Gerät laut Skizze anschließen.
Zentralschalter in Funktion RCD auf gewünschten Nennfehlerstrom I
∆
∆∆
∆N
stellen.
Taste n
nn
n „
S
, x5, “ drücken, bis das Symbol
S
in der Anzeige erscheint.
Nach Wunsch, Taste T „ “ für Messung ohne Auslösung des
S
FI-
Schutzschalters drücken.
Taste
R „Start“ drücken.
Bei der Prüfung mit Auslösung wird nach der automatischen Vorprüfung eine 30 s
Messpause eingeschoben, während der in der Anzeige von 60 auf 0 gezählt wird
(siehe auch „Bemerkungen zum Messablauf“). Diese Pause kann durch
nochmaliges Drücken der Taste
R „Start“ außer Kraft gesetzt werden, sie ist
jedoch für die Ermittlung der echten Auslösezeit wesentlich und darf daher bei
Auslösezeitmessungen nicht umgangen werden.