Messfunktionen
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Messwert Berührungsspannung „U
L
“ ablesen. Durch wiederholtes Drücken der
Taste S „Display“ erscheint der Schleifenwiderstand „R
S
“, bei Verwendung einer
Sonde der Erdungswiderstand „R
A
“ und die Auslösezeit „t
A
“ (nicht bei Messung
ohne Auslösung) und danach wieder „U
L
“ in der Anzeige.
Für eine neuerliche Messung wieder die Taste
R „Start“ drücken.
Um in die ursprüngliche Messfunktion RCD zur Anzeige der Netzspannung UL-PE
zu gelangen, den Zentralschalter kurz verdrehen.
ACHTUNG! Um sicher zu sein, dass die Fehlerstromschutzschaltung
funktioniert, muß die Messung an der ersten Messstelle (Steckdose, Gerät ...)
jedes FI-Stromkreises mit Auslösung des FI-Schutzschalters erfolgen! Nur
alle parallel angeschlossenen Messstellen dürfen „ohne Auslösung“
gemessen werden.
BEMERKUNGEN ZUM MESSABLAUF:
Der Messablauf entspricht dem der Standard RCD-Prüfung, siehe Punkt 3.7.1
„Bemerkungen zum Messablauf“, jedoch erfolgt die Berechnung der Messwerte und
die Prüfung auf Auslösung
gemäß der angegebenen Formel U
L
= I
∆N
x R
S
oder I
∆N
x R
A
Außerdem wird bei der Prüfung mit Auslösung zwischen Messphase 2 und 3 eine
Messpause von 30 Sekunden eingeschoben. In der Anzeige wird dabei mit einem
Takt von 2 Hz von 60 auf 0 gezählt. Bei der Anzeige 0 wird dann die Messphase 3,
die Auslösung des FI-Schutzschalters durchgeführt.
Der Grund für diese Verzögerung ist der innere Aufbau von
S
FI-Schutzschaltern.
Sie besitzen eine Energiespeicherschaltung, mit relativ großer
Selbstentladezeitkonstante, die Aufgrund der automatischen Vorprüfung mit einer
Ladung beaufschlagt wird und dadurch den FI-Schutzschalter bei der
Auslöseprüfung zu früh auslösen würde. Mit der „Wartezeit“ von 30 Sekunden wird
dieser Effekt ausgeschaltet und dadurch auch die Auslösezeit „t
A
“ richtig
gemessen.
Fehlermeldungen:
Blinkende Symbole in der Anzeige signalisieren grundsätzlich unzulässige
Bedingungen oder Fehler, nähere Hinweise siehe Punkt 3.11 „Anzeigen-
Erklärungen“.