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BA finishbalancer sd-10 – 9412 158
Praktische Tips
4.3 Unwuchtausgleich
• Wird beim Finishbalancing eine Unwucht von mehr als
30 g ermittelt, das Rad vom Fahrzeug abnehmen und
erst stationär auswuchten.
• Die Räder immer entlastet am Fahrzeug befestigen
(Fahrzeug angehoben).
• Das der beim Finishbalancing ermittelten Unwucht-
größe entsprechende Ausgleichsgewicht immer zusätz-
lich an der Felge anbringen.
• Ist ein geringes Zentrierspiel zwischen Felgenmittelloch
und Zentrieraufnahme des Rades vorhanden, eine ge-
ringe Unwucht (bis etwa 10 g) eventuell nur durch Ab-
senken des Rades in die Richtung entgegengesetzt der
Unwuchtlage kompensieren.
• Bei Verwendung von schweren Radzierblenden kann
nach deren Aufsetzen wieder eine geringe Unwucht vor-
handen sein.
Je nach Befestigungsart der Zentrierblende an der Felge
diese geringfügig in die Richtung entgegengesetzt der
Unwuchtlage verschieben, um die Unwucht zu kompen-
sieren.
• Erscheinen die angezeigten Meßwerte (Unwuchtgröße,
Unwuchtlage) unrealistisch, kann die Fahrzeugauf-
nahme auf dem Meßbock (den Meßböcken) unkorrekt
sein oder der eingestellte Empfindlichkeitswert nicht
dem Fahrzeug entsprechen.
In diesem Falle die Korrektheit der Fahrzeugaufnahme
prüfen bzw. einen Kalibrierlauf, durch den der fahrzeug-
spezifische Empfindlichkeitswert ermittelt wird, durch-
führen (siehe auch Punkt 8.).
Werden die aufgeführten Tips vor und bei einem Finishbalan-
cing befolgt, ist das erzielte Ergebnis für den ausführenden Kfz-
Betrieb als auch für dessen Kunden gleichermaßen zufrieden-
stellend.