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2.2.4.
TRIGGERUIMG
2.2.4.1. Allgemeines
Dm ein
stillstehendes
Blld
zu
erhalten,
muss die horizontale
Ablenkung
immer beim
selben Punkt des
Signals
gestartet
werden.
Deshalb wird
der
Zeitablenkgenerator von
einem
kurzen Triggerimpuls
gestartet,
der in
der
Triggereinheit
geformt und
von
einem
Signal gesteuert wird, das
dem vertikalen Eingangssignal oder einer
externen
Spannungsquelle
entnommen
wird.
2.2.4.2. Triggerkoppiung
AC
Wenn
das
Eingangssignal
eine Gleichspannungskomponente
enthalt, kommt es vor, dass mit dem
Pegelpotentiometer nicht
der richtige Glelchspannungspegel
fur den SchmittTrigger
eingestellt
werden kann. In
diesem
Fall ist mit
Wechselspannungskopplung
zu arbeiten. Die Wechselspannungs-
kopplung erhalt man
durch
Einfugen eines Kondensators in die
Triggerleitung. Dies hat
den
Vorteil,
dass die
Gleichspannungskopplung
fur
die Y-Kanale
erhalten
bleibt.
DC
Eine
Gleichspannungskopplung
ist zweckmassig, wenn der Mittelwert des Signals
schwankt. Diese
Art
von
Signalen tritt oft in
Digitalsystemen
auf. Bei
Wechselspannungskopplung wurde der Triggerpunkt
dann nicht
festliegen,
wodurch das
Oszillogramm zu
zittern beginnt oder die
Triggerung ganz ausfallt.
2.2.4.3.
Triggerpegel
Bei einem
komplizierten
Signal
mit
mehreren periodisch
auftretenden nicht identischen
Spannungsformen
muss die
Zeitablenkung immer
bei
derselben
Spannungsform
gestartet werden, um ein
stillstehende
Oszillogramm
zu erhalten.
Dies
ist moglich, wenn
irgendein
Teil
des
Kurvenzuges eine abweichende
Amplitude
hat. Mit dem
Knopf
LEVEL kann der
Triggerpegel so
eingestellt werden, dass
nur diese grossere
Spannungsabweichung den
eingestellten
Pegel
uberschreitet.
Die
Pegeleinstellung
ist auch sehr
nutzlich, wenn
zwei Signale genau
verglichen werden sollen, z.B. bei
Phasenmessungen.
Mit der
Pegeleinstellung kann der
Startpunkt
der beiden
Kurven
so
gegeneinander
verschoben
werden,
dass er
auf der
mittleren
Rasterlinie liegt.
2.2.4.4.
Automatische
Triggerung
Die
automatische
Triggerung
-
Schalter AUTO
gedruckt
-
wird
wegen der einfachen
Bedienung
am
haufigsten
gewahlt.
Bei dieser
Triggerart
konnen die
verschiedenartigsten
Kurvenformen
abgebildet
werden,
ohne dass
irgendeines der
Triggerbedienungsorgane
eingestellt
werden muss.
Wenn kein
Triggersignal
vorhanden
ist, bleibt
auf dem
Schirm
eine
Nullinie
sichtbar
und erleichtert damit
den
Nullpunktvergleich. Bel
dieser
Triggerart lasst
sich der
Pegel uber den Spitze-Spitze-Wert der
Wechselspannungskomponente
des Signals
einstellen. Wenn
keiner
der Schalter
AUTO, AC, DC oder
TV gedruckt
ist,
triggert
der Oszillograf
automatisch, aber uber
den
gesamten zur
Verfugung
stehenden Pegelbereich. Dies
hat den
Vorteil,
dass
immer eine Linie auf dem Schirm
zu sehen ist, auch wenn keine
der Triggertasten
gedruckt ist.
2.2.4.5.
Externe
Triggerung
Mit
externer
Triggerung
wird
bei
Signalen
mit
stark
schwankender Amplitude
gearbeitet, sofern
ein
Signal
mit
konstanter
Amplitude
und gleicher Frequenz
zur Verfugung steht
Noch
wichtiger ist die
externe
Triggerung
bei komplexen Signalen und
Impulsmustern,
um Doppelbilder zu vermeiden.
Man braucht dann nicht
bei
jeder Anderung des
Eingangssignals
den
Triggerpegel
neu einzustellen.
2.2.4.
6.
Triggerung mit
Netzfrequenz
In diesem Falle ist das Triggersignal eine Sinusspannung
mit
Netzfrequenz.
Diese
Triggerquelle kann
verwendet
werden,
wenn das zu untersuchende
Signal mit der Netzfrequenz
gekoppelt
ist;
z.B. zur Untersuchung
der
Brummkomponente eines Signals.
2.2.4.7. Triggerung
mit Fernsehsignalen
Der
Oszillograf kann mit Zeilen- oder Bildsynchronimpulsen von Fernsehsignalen
getriggert werden.
In
den
Stellungen 0,5
s/cm bis
BOjus/cm des Schalters
TIME/cm
werden
die
Bildsynchronimpulse und
in den
Stellungen
20/is/cm bis
0,2
jJis
die
Zeilensynchronimpulse
des
Signals getriggert.
Der Schalter
fur die
Trigger-
flanke
ist
der Polaritat des
Videosignals entsprechend einzustellen.