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3 Installation / Inbetriebnahmevorbereitung
3.1 Grundsätzliche Regeln
● Die Schirmwirkung von Kabeln muss auch nach der Montage
(Biegeradien/Zugfestigkeit!) und nach Steckerwechseln garantiert sein. Im
Zweifelsfall ist flexibleres und höher belastbares Kabel zu verwenden.
● Für den Anschluss des Mess-Systems sind nur Steckverbinder zu verwenden, die
einen guten Kontakt vom Kabelschirm zum Steckergehäuse gewährleisten. Der
Kabelschirm ist mit dem Steckergehäuse großflächig zu verbinden.
● Bei der Antriebs-/Motorverkabelung wird empfohlen, ein 5-adriges Kabel mit
einem vom N-Leiter getrennten PE-Leiter (sogenanntes TN-Netz) zu verwenden.
Hierdurch lassen sich Potenzialausgleichsströme und die Einkoppelung von
Störungen weitgehend vermeiden.
● Für die gesamte Verarbeitungskette der Anlage müssen Potentialausgleichsmaß-
nahmen vorgesehen werden. Insbesondere müssen Ausgleichsströme infolge von
Potenzialunterschieden über den Schirm zum Mess-System vermieden werden.
● Um eine hohe Störfestigkeit des Systems gegen elektromagnetische
Störstrahlungen zu erzielen, muss eine geschirmte und verseilte Datenleitung
verwendet werden. Der Schirm sollte möglichst beidseitig und gut leitend über
großflächige Schirmschellen an Schutzerde angeschlossen werden. Nur wenn die
Maschinenerde gegenüber der Schaltschrankerde stark mit Störungen behaftet
ist, sollte man den Schirm einseitig im Schaltschrank erden.
● Getrennte Verlegung von Kraft- und Signalleitungen. Bei der Installation sind die
nationalen Sicherheits- und Verlegerichtlinien für Daten- und Energiekabel zu
beachten.
● Keine Stichleitungen
● Trennung bzw. Abgrenzung des Mess-Systems von möglichen Störsendern.
● Beachtung der Herstellerhinweise bei der Installation von Umrichtern, Schirmung
der Kraftleitungen zwischen Frequenzumrichter und Motor.
● Ausreichende Bemessung der Energieversorgung.
● Um einen sicheren und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sind die
einschlägigen Normen und Richtlinien zu beachten. Insbesondere sind die EMV-
Richtlinie sowie die Schirmungs- und Erdungsrichtlinien in den jeweils gültigen
Fassungen zu beachten.
● Es wird empfohlen, nach Abschluss der Montagearbeiten eine visuelle Abnahme
mit Protokoll zu erstellen.