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Burkert 8626 - Regelelektronik

Burkert 8626
148 pages
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MFC/MFM - 61
deutsch
Regelelektronik
Die Verarbeitung der aktuellen Soll- und Ist-Durchflüsse und die Ansteuerung des
Stellgliedes wird von einer Mikroprozessorelektronik durchgeführt.
Das Sensorsignal wird von der Regelelektronik gefiltert und mit Hilfe der im Gerät
hinterlegten Kalibrierkurve in einen dem Ist-Durchfluss entsprechenden Wert
umgewandelt.
Damit auch kritische Prozesse geregelt werden können, in denen zu schnelle
Durchflussänderungen nicht zulässig sind, kann über die Software
"MassFlowCommunicator" eine Rampenfunktion aktiviert werden (siehe Anhang
C). Hierbei sind die Parameter für einen steigenden und einen fallenden Sollwert
getrennt einstellbar. Näheres zur Rampenfunktion entnehmen Sie der Software-
dokumentation.
Regelabweichung:
Regelabweichung = Sollwert - Istwert
xd = w - x
Die Regelabweichung wird nach einem PI-Regelalgorithmus verarbeitet.
Die Regelparameter werden typenspezifisch im Werk eingestellt. Um die Eigen-
schaften der Regelstrecke zu berücksichtigen, arbeitet der Regler mit strecken-
abhängigen Verstärkungsfaktoren. Beim Ablauf der Autotune-Routine werden
diese automatisch ermittelt.
Im Gerät ist ein Parameter hinterlegt, mit dem die Regeldynamik, mit Hilfe der
Software "MassFlowCommunicator", verändert werden kann. Seine Extremwerte
sind ein sehr schnelles Ausregeln, wobei ggf. Überschwinger in Kauf genommen
werden, bzw. ein langsameres asymptotisches Ausregeln auf den gewünschten
Durchfluss. Ersteres kann dazu führen, dass der Regler schon auf sehr geringe
Regelabweichungen sofort reagiert, wodurch die Regelung sehr unruhig werden
kann. Bei weniger dynamischen Prozessen kann das Verhalten des Reglers ge-
dämpft werden, so dass kleine Schwankungen beim Istwert oder Sollwert nur
langsam ausgeregelt werden.
Als Stellgröße wird an das Proportionalventil ein pulsweitenmoduliertes (PWM-)
Signal ausgegeben. Die Frequenz dieses Signals ist auf das jeweils verwendete
Ventil abgestimmt.
Um die Dichtschließfunktion des Ventils zu gewährleisten, ist eine Nullpunktab-
schaltung integriert. Diese wird aktiv, wenn gleichzeitig nachfolgende Bedingungen
eintreten:
Sollwert < 2 % vom Nenndurchfluss
und Istwert < 2 % vom Nenndurchfluss
1)
Bei aktiver Nullpunktabschaltung wird das PWM-Signal auf 0 % gesetzt, so dass
das Ventil komplett geschlossen ist.
1)
Bei den Typen 8711 / 8712 / 8713 größere Regelspanne auf Anfrage

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