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Leica DM2000 - Dickenmessungen

Leica DM2000
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57
10. Messungen mit dem Mikroskop
10.2 Dickenmessungen
Dickenmessungen sind im Prinzip durchführbar,
wenn sowohl die Objektunterseite als auch die
Objektoberseite eindeutig fokussierbar ist. Aus
der Differenz der Tischhöheneinstellung
(Fokusfeintriebknopf: Abstand zweier Teilstri-
che ca. 1 µm) ergibt sich bei Durchlichtobjekten
zunächst ein Wert, der durch den Brechungs-
index des Objekts (durch welches "hindurch-
fokussiert" wurde) und ggf. des Immersionsöls
verfälscht ist. Die wahre Dicke der im Durchlicht
gemessenen Objektstelle ergibt sich aus der
vertikalen Tischbewegung (Fokussierungs-
differenz) d' und den Brechungs-indices n
0
des
Objektes und n
i
des Mediums zwischen Deck-
glas und Objektiv (Luft = 1).
d = d'
Beispiel:
Ober- und Unterseite eines Dünnschliffes wur-
den mit einem Trockenobjektiv (n
i
= 1.0) fokus-
siert, Teilstrichanzeigen des mechanischen
Feintriebes (Teilstrichabstand = 1 µm):
9.0 und 27.0.
Also ist d' = 18 x 1 = 18 µm.
Die Brechzahl der Objektstelle wurde mit n
0
= 1.5
angenommen.
Dicke d = 18 x 1 x 1.5 = 27 µm.
n
0
n
i
Abb. 66
Teilung der Strichplatte im Okular (links) und Bild des
Objektmikrometers (rechts)
Objektmarkierer
Er wird statt eines Objektivs eingeschraubt.
Durch Drehen eines absenkbaren Ritzdiamanten
können zur Objektmarkierung Kreise von varia-
blem Radius ins Deckglas bzw. in die Objekt-
oberfläche graviert werden.

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