9.2 ANFORDERUNGEN UND
EMPFEHLUNGEN FÜR DEN
HYDRAULIKKREISLAUF
9.2.1 Anforderungen gegen Gefrieren
• Wenn das Gerät während der Ausschaltperioden gestoppt wird
und die Umgebungstemperaturen sehr niedrig sind, kann das
Wasser in den Rohren und in der Umwälzpumpe gefrieren und
die Rohre und die Wasserpumpe beschädigen. In diesen Fällen
muss der Installateur sicherstellen, dass die Wassertemperatur
in den Leitungen nicht unter den Gefrierpunkt fällt.
Um dies zu vermeiden, verfügt das Gerät über einen
Selbstschutzmechanismus, der aktiviert werden sollte (siehe
Kapitel „10.5 Einstellung der DIP-Schalter auf PCB1“).
• Auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist, kann die
Wasserpumpe unter bestimmten Umständen laufen, z. B.
wenn die Frostschutzfunktion ausgelöst wird.
• Halten Sie das Gerät eingeschaltet und das Wassersystem
frei, um ein Einfrieren des Wassers zu verhindern, da sonst
ein Alarm ausgelöst werden kann.
• Wenn das Wassersystem verstopft ist, wird ein Alarm für
den Wasserdurchuss ausgelöst, um die gesamte Anlage zu
stoppen.
• Wenn die Anlage im Winter für längere Zeit stillsteht, lassen
Sie das Wasser im Kreislauf und in den Wasserleitungen ab,
um ein Einfrieren zu verhindern.
• Der Schutz gegen das Gefrieren ist bei angeschlossener
elektrischer Hilfsheizung besser wirksam. Es ist ratsam, die
elektrische Hilfsheizung für die Modelle zu installieren, bei
denen diese nicht mitgeliefert werden, sondern optional sind.
• Im Falle eines Stromausfalls oder eines Geräteausfalls können
diese Funktionen jedoch keinen Schutz gewährleisten.
9.2.2 Erforderliche Mindestwassermenge
Der folgende Teil stellt die Mindestwassermenge im System
zum Geräteschutz (Nachlaufschutz) und den Temperaturabfall
während des Entfrostens dar.
• Erforderliche Mindestwassermenge in jedem einzelnen Wasserkreislauf
von WW/SWP für den Geräteschutz (Nachlaufschutz)
.
Wassermenge in jedem einzelnen Wasserkreislauf von WW/SWP
muss größer als 20 L sein.
• Erforderliche Mindestwassermenge in einem einzelnen Wasserkreislauf
der Raumkühlung für den Geräteschutz (Nachlaufschutz)
.
Die folgende Tabelle enthält die erforderliche Mindestwassermenge,
die in einem einzelnen Wasserkreislauf der Raumkühlung
erforderlich ist.
Modell 044/060 (2,0 PS/2,5 PS) 080 (3,0 PS)
Erforderliche
Mindestwassermenge
30L 45L
• Erforderliche Mindestwassermenge beim Entfrosten.
Die folgende Tabelle enthält die erforderliche Mindestwassermenge
in einem einzelnen Wasserkreislauf der Raumheizung bei einem
sicheren Entfrosten.
Niedrigste mögliche
Betriebswassertem-
peratur im einzelnen
Wasserkreislauf der
Raumheizung
044/060
(2,0/2,5 PS)
080 (3,0 PS)
≥25 °C 61 L 61 L
20-25 °C 99 L 99 L
15-20 °C 158 L 158 L
10-15 °C 198 L 198 L
? HINWEIS
• Die in der Tabelle angezeigten Werte basieren auf theoretischen
Installationsbedingungen. Und der Wert kann je nach spezischer
Installation unterschiedlich sein.
• Bei der Berechnung der Mindestwassermenge ist die interne Wasser-
menge des Geräts NICHT eingeschlossen.
• Wenden Sie sich an den lokalen technischen Ingenieur, wenn die
Temperatur des Betriebswassers im einzelnen Wasserkreislauf der
Raumheizung weniger als 20 °C beträgt.
9.2.3 Erforderlicher Mindestwasserdurchuss
Überprüfen Sie, ob die Wasserpumpe des Heizkreislaufs
innerhalb des Pumpen-Betriebsbereichs arbeitet und der
Wasseruss über den Wert des Geräteminimums liegt.
Modell Mindestwasserdurchuss (L/min)
044 (2,0 PS) 8,3
060 (2,5 PS)/080 (3,0 PS) 10,0
9.2.4 Zusätzliche Informationen über den
Hydraulikkreislauf
• Es wird dringend empfohlen, einen zusätzlichen Spezial-
Wasserlter an der Raumheizung zu installieren (Installation
vor Ort), um Partikel zu entfernen, die möglicherweise von
vorangegangenen Lötarbeiten vorhanden sind und nicht
durch das nicht mitgelieferte Absperrventil mit Filter entfernt
werden können.
• Isolieren Sie die Rohre, um Wärmeverluste zu vermeiden.
• Wenn möglich sollten Keilschieber für die Wasserleitungen
benutzt werden, damit der Strömungswiderstand minimiert
und ein ausreichender Wasseruss beibehalten werden kann.
• Sicherstellen, dass die Anlage die Gesetzgebung in Sachen
Leitungsanschluss und Materialien, Hygienemaßnahmen,
Prüfungen und mögliche erforderliche Verwendung von
einigen spezischen Komponenten, wie thermostatische
Mischventile, erfüllt.
• Der maximale Wasserdruck ist 3 bar (Önungsnenndruck
des Überdruckventils). Stellen Sie ein geeignetes
Druckreduktionsgerät im Wasserkreislauf bereit, um sicher zu
stellen, dass der maximale Druck NICHT überschritten wird.
• Der Wasserdruck kann an der Hauptsteuerung abgelesen
werden und wird vom Wasserdrucksensor am Einlass des
Plattenwärmetauschers erfasst. Wenn der Wasserdruck
3 bar übersteigt, blinkt die Wasserdruckanzeige auf der
Hauptsteuerung.
• Sicherstellen, dass die an das Überdruckventil und an
das Luftablassventil angeschlossenen Abussleitungen
ordnungsgemäß verlegt werden, um zu vermeiden, dass
Wasser mit Gerätekomponenten in Kontakt kommt.
RAUMHEIZ/-KÜHLBETRIEB UND WARMWASSER
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