Video
Die Einstellung „Video“ verwendet den REC709-Farbstandard für Video in High
Definition. Dies ermöglicht schnelleres Arbeiten, da Sie direkt in jenen komprimierten
Videoformaten aufnehmen, die Ihre Kamera unterstützt und die zusätzlich mit gängiger
Postproduktionssoftware kompatibel sind.
„Frame Rate“
Justieren Sie die Einstellungen für Frameraten durch Antippen der „Frame Rate“-Pfeilsymbole.
Die Blackmagic URSA verfügt über zwei Einstellungen für Frameraten: die „Project Frame Rate“
(Projekt-Framerate) und die „Sensor Frame Rate“ (Sensor-Framerate).
„Project Frame Rate“
Die Projekt-Framerate ist die Framerate des Aufzeichnungsformats der URSA Mini. Hierfür
gibt es eine Auswahl von in der Film- und Fernsehbranche gebräuchlichen Frameraten.
Zum Beispiel: 23,98 Frames pro Sekunde unter Verwendung von 4K ProRes HQ. Diese
Framerate ist in der Regel so eingestellt, dass sie der in Ihrem Postproduktions-Workflow
verwendeten Wiedergabegeschwindigkeit entspricht.
Ihre Blackmagic URSA verfügt über acht Projekt-Frameraten: 23,98; 24; 25; 29,97; 30; 50;
59,94 und 60fps.
„Sensor Frame Rate“
Anhand der Sensor-Framerate wird die Anzahl der Einzelbilder vorgegeben, die der Sensor
pro Sekunde aufzeichnet. Diese Framerate wirkt sich darauf aus, wie schnell oder langsam
Ihr Video bei Ihrer vorgegebenen Projekt-Framerate wiedergegeben wird. Wird eine
normale Wiedergabegeschwindigkeit gewünscht, stellen Sie die gleiche Framerate für Ihren
Sensor und Ihr Projekt ein, indem Sie unter den Framerate-Einstellungen die Option „Match“
(Anpassen) auswählen.
Näheres zu den maximalen Bildwechselraten, die für die einzelnen Aufzeichnungsformate und
Codecs verfügbar sind, finden Sie unter „Maximale Sensor-Frameraten“ im Kapitel „Aufzeichnen“.
Variable Frameraten
Sie können Ihre Clips mit dynamischen und interessanten Tempoeffekten versehen, indem Sie
unterschiedliche Sensor-Frameraten einstellen. Ist die Sensor-Framerate auf einen höheren Wert als
Ihre Projekt-Framerate eingestellt, kreieren Sie so während der Wiedergabe einen Zeitlupeneffekt.
Umgekehrt gilt: Je niedriger Ihre Sensor-Framerate, desto schneller werden Ihre Clips wiedergegeben.
Dieser Effekt gleicht dem Prinzip des „Overcranking“ und „Undercranking“ einer Filmkamera. Durch
Overcranking wird die Sensor-Framerate beschleunigt, was eine Ausdehnung von Zeitspannen bei der
Wiedergabe bewirkt und so Emotionen betont. Undercranking hingegen verlangsamt die Sensor-
Framerate, wodurch Sie die Action in Szenen mit viel Bewegung weiter beschleunigen können. Die
kreativen Möglichkeiten sind unendlich und liegen völlig in Ihrer Hand.
Sensor-Frameraten, die höher sind als Ihre Projekt-Framerate, resultieren in Zeitlupe.
Geben Sie als Sensor-Framerate die gleiche Framerate wie für Ihr Projekt vor, damit die
Wiedergabe Ihrer aufgenommenen Clips zuverlässig in normaler Geschwindigkeit erfolgt
256Einstellungen der Blackmagic URSA